Badestädter Michael Niemczyk hat nur alle vier Jahre Wiegenfest

Ein Kind des Schaltjahres: Der Badestädter Michael Niemczyk wird heute 20 Jahre jung. Foto: Cortis

Bad Sooden-Allendorf. Alle vier Jahre im Februar hat Michael einen ganz besonderen Grund zum Feiern. Denn am 29. des Monats, also heute, hat er Geburtstag, richtigen, echten Geburtstag.

Michael Niemczyk gehört zu jenen Kindern, die exakt diesen Tag eines Schaltjahres „abgepasst“ haben, um das Licht der Welt zu erblicken - vor 20 Jahren in Witzenhausen. Vom Teenager-Dasein hat er sich also verabschiedet und ist jetzt ein stattlicher Twen - oder doch erst fünf?

Dieses Zahlenspiel ist dem jungen Mann nur allzu bekannt. Er ist in Bad Sooden-Allendorf aufgewachsen, ging dort auch zur Schule und hatte, wie er sagt, eine schöne Kindheit bei seinen Eltern, die - mit polnischen Wurzeln - schon seit 25 Jahren in der Kurstadt zu Hause sind.

Dass sein Geburtstag nur alle vier Jahre im Kalender steht, kümmert Michael nicht die Bohne. Im Gegenteil: Für ihn ist der 29. Februar sogar ein Glückstag, wie er sagt. Warum? „Hat nicht jeder“, schmunzelt er. So richtig bewusst geworden ist dem Bruder der „großen Schwester“ Kamila sein kalendarischer Status erst in der Grundschule, als regelmäßig die Daten genannt wurden, wenn jemand aus der Klasse Geburtstag hatte. Da kam er so oft nicht dran.

Schaltjahr hin, Schaltjahr her - gefeiert wird in jedem Februar und das gleich zweimal, erst mit der Familie, dann mit Freunden. Und immer gibt es auch Geschenke. Als das vielleicht schönste hat er das vor drei Jahren empfunden. Da ging es mit Schwester und Schwager zu einem Wochenendtrip nach London.

In Bad Sooden-Allendorf ist Michael vielen jungen Leuten bestens bekannt, was auch daran liegt, dass er 15 Jahre lang das Trikot der heimischen TSG-Handballer getragen hat. Weil er sich gegenwärtig in Kassel zum Groß- und Außenhandelskaufmann ausbilden lässt - Ende des Jahres ist Schluss -, verstärkt der 1,82 Meter große Rückraumspieler als wurfgewaltiger Torjäger jetzt die TG Wehlheiden und widmet sich besonders gern seiner gleichaltrigen Freundin Elisa. „Meine Traumfrau“, gesteht er offenherzig.

Und was passiert heute noch? Zum Feiern am „richtigen“ Tag kommt die ganze Familie. Und mit Freunden und Bekannten geht es erst im März weiter. Denn, so Michael etwas abergläubisch: „Vorfeiern darf man ja nicht.“

Von Chris Cortis

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