Bäcker – ein Beruf mit hervorragenden Perspektiven

Die Zukunft selber backen

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Frühes Aufstehen macht ihm nichts aus: Mark Franke ist Azubi im dritten Lehrjahr bei der Bäckerei Bechthold-Stange.

Wehretal-Hoheneiche. Damit pünktlich zum Frühstück frische Brötchen oder leckeres Brot auf dem Tisch stehen, fangen einige Menschen dann mit ihrer Arbeit an, wenn andere ins Bett gehen oder sich das erste Mal rumdrehen.

„Das frühe Aufstehen und Arbeiten hat mir am Anfang zu schaffen gemacht, mittlerweile mag ich es total gerne, weil ich den ganzen Tag frei habe und machen kann, was ich möchte“, erklärt Mark Franke, Bäckerazubi im dritten Lehrjahr bei der Bäckerei Bechtold-Stange.

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Um 0.30 Uhr fangen die Mitarbeiter in der Regel an und fertigen im Schnitt 10 000 Brötchen und 700 Brote pro Nacht, die dann am Tag in den sieben Filialen und den Verkaufswagen der Bäckerei verkauft werden.

„Das Besondere ist, dass wir keine Industrieware verkaufen, sondern alles selbst herstellen und wir genau wissen, welche Zutaten in welchem Produkt sind und auch unsere Backmischungen selbst herstellen“, erklärt Innungsobermeister Martin Stange. Mark Franke machte vor seiner Ausbildung zwei Praktika bei Bäckern: „Ich habe auch Praktika in der Gärtnerei und beim Schreiner gemacht, Bäcker hat mir aber am Besten gefallen“, erklärt der 19-Jährige aus Netra.

Beste Chancen für die Zukunft

Die Zukunftschancen für Bäcker sind sehr gut: „Ich kenne keinen arbeitslosen Bäcker“, erklärt Martin Stange. „Für eine Ausbildung sollte man einen guten Haupt- oder Realschulabschluss mitbringen, besonders wichtig ist aber die Liebe zum Beruf“, so Stange weiter. Gute Kenntnisse in Mathe und Deutsch sind ebenfalls wichtig, um Rezepte aufzuschreiben und umrechnen zu können.

Die Ausbildung ist dual organisiert und dauert in der Regel drei Jahre. Neben der Arbeit im Betrieb gibt es für die Azubis den Unterricht in der Berufsschule und einmal pro Lehrjahr eine überbetriebliche Ausbildung. Dort lernen die zukünftigen Bäcker einige Handkniffe, die nicht in jedem Betrieb gelehrt werden. Dazu gehören unter anderem Dekorationen für Torten oder das Herstellen von Snacks.

Wer Lust hat, sich nach der Ausbildung noch weiterzubilden, kann die Meisterprüfung machen und damit einen eigenen Laden eröffnen oder aber auch studieren und zum Beispiel Betriebswirt des Handwerks werden.

Im Ausland ist das deutsche Traditionshandwerk sehr beliebt, sodass man nach der Ausbildung auch in einem anderen Land oder etwa auf einem Kreuzfahrtschiff arbeiten könnte.

Mark Franke war einer der ersten Auszubildenden, der vor Kurzem an einem europaweiten Auszubildendenaustausch der Innung teilgenommen hat. „Zwei- bis sechswöchige Aufenthalte im europäischen Ausland sind möglich“, erklärt Martin Stange.

Mark Franke entschied sich für drei Wochen in Wien, wo er in einer Bäckerei in einem Einkaufszentrum arbeitete, bei der die Kunden den Bäckern auf die Finger schauen können. „Das hat sehr viel Spaß gemacht und war eine tolle Erfahrung, ich könnte mir gut vorstellen, nach meiner Abschlussprüfung erst mal im Ausland zu arbeiten“, erklärt der 19-Jährige.

„Wer Interesse am Bäckerberuf hat, kann sich unter www.back-dir-deine-zukunft.de noch viele weitere Informationen holen oder sich einfach bei einem Bäcker im Kreis melden“, so Martin Stange.  sb/nh

Beste Chancen für die Zukunft

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