Arbeiten für A-44-Tunnel Küchen beginnen – Planer informieren Bewohner

Bald graben die Bagger

Rolf d‘Angelo

Küchen / Walburg. Jetzt fällt der Startschuss für den Autobahn-Tunnel Küchen. Was genau auf der Baustelle bis April 2015 passiert und welche Belastungen durch Erschütterungen und Lärm entstehen können, ist am Mittwochabend während einer Bürgerversammlung erläutert worden. Rund 70 Bewohner aus Küchen, Walburg und Hasselbach nahmen an der Veranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus in Walburg teil.

Vertreter von Hessen-Mobil, die bauausführenden Unternehmen Marti GmbH aus Stuttgart und Johann Bunte GmbH aus Papenburg sowie die IFB Eigenschenk, die mit der Beweissicherung beauftragt wurde, informierten über den aktuellen Stand des Bauprojektes. Albrecht Gunzenhauser, Geschäftsführer bei Marti, vermittelte in seiner Präsentation die technischen Details der bergmännischen Arbeiten. Anschließend erklärte Rolf d‘Angelo, Geschäftsführer der IFB Eigenschenk, wie die Küchener mittels Gutachten im Schadensfall abgesichert sind.

Während der Informationsveranstaltung stellten sich die Referenten den Fragen der Bürger. Reinhold Rehbein von Hessen-Mobil zeigte Verständnis für die Bedenken der Bewohner, die sich immer noch um ihre Grundstücke und Häuser, unter denen der Tunnel verlaufen wird, sorgen.

Lärmbelastung

Insbesondere der Bauabschnitt der unterhalb des Weißbaches und des Steinbaches verläuft, bereitet vielen Küchenern noch Bauchschmerzen. Hier wird nur etwa sechs Meter unter der Oberfläche gearbeitet. Auch die nötigen Sprengarbeiten und die Lärmbelastung durch die 24-Stunden-Baustelle wurden nochmals thematisiert. Bauingenieur Rolf d‘Angelo versicherte den Küchenern, dass der Ist-Zustand aller Häuser des Ortes innerhalb der kommenden Wochen protokolliert wird. 2014 würden dann weitere Gutachten zur Schlussbeweissicherung erstellt. Das Unternehmen übernehme zudem die Schall- und Erschütterungmessungen, um die Grenzwerte zu kontrollieren. „Eigentlich liegt die Beweislast beim Eigentümer. Wir wollen aber Diskussionen mit der Beweissicherung aus dem Weg gehen“, ergänzte Rehbein. Im Schadensfall seien auch Zwischengutachten möglich. Um den Küchenern Anlaufstellen zu bieten, wurden Handzettel mit den wichtigsten Telefonnummern verteilt.

Im November beginnen die vorbereitenden Arbeiten am Ostportal. Zunächst werden Waldflächen gerodet, Baustraßen angelegt und Baumaschinen, Geräte, Unterbauten für Werkstätten sowie Büros und Unterkünfte eingerichtet. Der Tunnelbau soll im Januar beginnen. Die bergmännischen Arbeiten sind ab Februar geplant. Die Grünbrücke für die Bechsteinfledermäuse ist bereits fertig.

Von Alia Shuhaiber

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