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Band Red am Johannisfestmontag im Zelt: „Alles, Hauptsache tanzbar“

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Von: Stefanie Salzmann

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Wenn die Eschweger Party-Band Red (Archivfoto) am Johannisfestmontag im Festzelt spielt, wird das ihr erster großer Auftritt nach zweieinhalb Jahren sein. Proben und Auftritte waren lange aufgrund der Pandemie nicht möglich.
Wenn die Eschweger Party-Band Red (Archivfoto) am Johannisfestmontag im Festzelt spielt, wird das ihr erster großer Auftritt nach zweieinhalb Jahren sein. Proben und Auftritte waren lange aufgrund der Pandemie nicht möglich. © SCHELLENBERGER

Eschweger Partyband „Red“ gibt Johannisfestmontag den letzten Höhepunkt des Festes. Nach zwei Jahren Pause steigt auch hier das Lampenfieber.

Eschwege – Der Adrenalinspiegel steigt kontinuierlich. Wenn die Eschweger Party-Band Red am Johannisfestmontag im Festzelt spielt, wird das ihr erster großer Auftritt nach zweieinhalb Jahren sein. „Wir sind schon ein bisschen aufgeregt, nachdem wir über zwei Jahre nicht auf der Bühne standen und auch nicht proben konnten“, sagt Frontmann Marcel Philipp.

Damit teilt Red zwar das Schicksal aller anderen Musiker, für die Band war es jedoch besonders schmerzlich – hatte sie auf dem Johannisfest 2019 doch ihren eigentlichen großen Durchbruch. Bereits 2018 hatten sie den Freitagabend auf dem Eschweger Marktplatz gerockt.

Aber ein Jahr später waren sie für zwei Abende engagiert worden. 2019 hatten sie am Freitagabend auf dem Marktplatz gespielt und am Samstagabend im Zelt, das mit mehr als 4000 Partygästen brechend voll war. „Wir haben um halb neun angefangen zu spielen und eine halbe Stunde später hatten wir die Leute auf den Bänken“, erzählt Marcel Philipp.

„Wir haben um halb neun angefangen zu spielen und eine halbe Stunde später hatten wir die Leute auf den Bänken.“ 

Red-Frontmann Marcel Philipp

„Das Johannisfest 2019 war ein Traum für uns“, begeistert Keyboarder Matthias Lenze sich heute noch. „Dieser Abend hat uns so getragen.“ Philipp erinnert sich, dass er am Sonntag nach dem Konzert für eine Runde über den Platz zwei Stunden brauchte.

Danach waren die Auftragsbücher der sechsköpfigen Band um Marcel Philipp, Keyboarder Matthias Lenze, Bassist Marc Kliebisch, Gitarrist Sascha Brede, der Sängerin Saskia Wagner und dem Schlagzeuger Maurice Herwig voll. 2020 wäre für die Musiker ein gutes Jahr geworden, wäre nicht die Pandemie gekommen.

Augenmerk auf Musik und guter Laune

Doch jetzt schaut die Band gut gelaunt nach vorn. In ihrem Programm mit 150 Titeln gibt es Musik vom Evergreen bis zu den aktuellen Charts. Sie können bis zu sieben Stunden Musik liefern, Pausen dauern nie länger als 20 Minuten. „Unser Augenmerk liegt auf Party-Musik und guter Laune“, sagt Matthias Lenze. „Deshalb spielen wir alles von Helene Fischer über AC/DC bis zu Metallica – Hauptsache tanzbar.“ Natürlich bekommt die Band für ihre Auftritte Gage. „Aber wir spielen vor allem aus Leidenschaft und den Spaß, den wir selber haben, tragen wir auch ins Publikum“, sagt Frontmann Marcel. Seit einigen Wochen können die Musiker wieder proben. „Wir müssen nicht nur das Spielen üben, sondern auch den Aufbau und alles, was zu einem Konzert dazugehört“, sagt Marcel Philipp. Deshalb hatte die Band kürzlich das Bürgerhaus in Reichensachsen genutzt, alles aufgebaut und einen ganzen Abend durchgespielt. Ihren ersten Live-Auftritt hatten sie vor wenigen Tagen in Aue bei den Feierlichkeiten zu 150 Jahre Feuerwehr. Und jetzt Johannisfest. Wie es sich für echte Eschweger gehört, ist das auch für sie der Höhepunkt des Jahres. „Wir machen Eschweger Party für Eschweger“, freut sich Marcel Philipp, der jetzt schon mal Urlaub genommen hat, um sich ausreichend, auch mental, auf das Fest vorzubereiten. Die 2009 gegründete Band besteht ausschließlich aus Hobbymusikern und entstand ursprünglich aus einer A-Capella-Truppe. Matthias Lenze ist der einzige, der heute von den Red-Gründern noch dabei ist. (Stefanie Salzmann)

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