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Zweiter Band von „Reichensachsen in alten Bildern - ein Familienalbum“ erschienen

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Von: Eden Sophie Rimbach

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Reisig-Hacken in der Herrengasse: Maria und Elisabeth Küllmer, geb. Gerlach, F.-G. Degenhard aus Kassel sowie Martin und Katharina Küllmer.
Reisig-Hacken in der Herrengasse: Maria und Elisabeth Küllmer, geb. Gerlach, F.-G. Degenhard aus Kassel sowie Martin und Katharina Küllmer. © Privat/NH

Norbert Krause hat den zweiten Bildband mit über 180 Fotos herausgebracht. Die von ihm mit Namen und Informationen versehenen Bilder erzählen von den Menschen des Ortes und zeigen Veränderungen.

Reichensachsen – Über 180 Fotos von Reichensachsen hat Norbert Krause für den zweiten Band von „Reichensachsen in alten Bildern – ein Familienalbum“ gesammelt und zu ihnen recherchiert. Knapp ein Jahr nach dem ersten Band ist nun der zweite mit einer Auflage von 250 Exemplaren erschienen.

Von den Jahren 1895 bis zirka 1950 zeugen die Fotos. Krause erklärt, dass die meisten Bilder vor 1933 entstanden sind. Etwa anderthalb Jahre hat er an dem zweiten Band gearbeitet und plant Fortsetzungen. Die soll es geben, sofern alle 250 Exemplare verkauft werden. Material liege bereits vor. Zur ehemaligen Synagoge Reichensachsens recherchiert er beispielsweise noch.

Klares Foto der Synagoge durch digitale Bearbeitung

Von ihr zeugen zwei Seiten mit Fotos im aktuellen Band. „Das gibt es nicht im Original“, sagt Krause über ein großes Foto. Mithilfe digitaler Bildbearbeitung hat er aus dem eigentlich durch Flecken und Löcher beschädigte Dokument ein klares Bild gemacht. Abgesehen von diesen Fotos und einigen, auf denen das Gebäude im Hintergrund zu erkennen ist, existieren laut Krause keine Bilder der Synagoge. Im nächsten Band möchte er weitere Informationen zu diesem Gebäude und seiner Geschichte bereitstellen. Es sei bislang wenig dazu bekannt.

Wie schon bei den Arbeiten am ersten Band stellte das Herausfinden der Namen abgebildeter Personen eine besondere Herausforderung dar. Krause erklärt, dass inzwischen einige der Menschen verstorben sind, die er bei den Fotos des ersten Bandes fragen konnte. Neben vielen Gesprächen erhielt Krause Informationen aus unterschiedlichen Chroniken, standesamtlichen Dokumenten und digitalen Kirchenbüchern.

Leser können mit Bildern gesamte Straßen nachverfolgen

Viele Menschen aus Reichensachsen sind auf den Fotos zu sehen. Die Bilder zeugen von der Kirmes, manche vom Wichtelfest, von Hochzeiten und Jubiläen, aber auch von alten Fahrzeugen, Gebäuden und Straßen.

Betrachter können beim Blättern von Seite zu Seite die Landstraße entlanggehen. Ebenso wie die Herrengasse hat Krause sie anhand des Bildmaterials durchgängig dokumentiert. Häuser und ihre Bewohner sind zu sehen und eines der Fotos wurde laut Krause vom Kirchturm aus aufgenommen.

Mit jedem entsorgten Bild geht Geschichte verloren

Es geschehe oft, dass alte Bilder nicht mit Hinweisen versehen wurden und sie nach dem Tod eines Menschen entsorgt werden. „Und das ist ja nicht Geschichte von irgendwem, sondern es ist die Geschichte unseres Dorfes“, sagt Krause darüber, dass mit jedem entsorgten Bild Geschichte verloren gehe.

Im Vorwort zu diesem Band schreibt er: „Alte Fotos beschäftigen Menschen zu allen Zeiten. Sie werden beim Betrachten lebendig und beginnen zu erzählen.“

Von Eden Sophie Rimbach

Verkauf hat begonnen

Seit Donnerstag (3. November) liegt das Buch in verschiedenen Verkaufsstellen bereit. Erhältlich ist der zweite Band von „Reichensachsen in alten Bildern – ein Familienalbum“ bei Bäder Bechtum, Drewniok + Seibert, Blumenland Decke, Liese Automobile, Lüttje Lütt, Metallbau Rüdiger Beck, der Praxis für Physiotherapie Marina Paulini und dem Schreibwarengeschäft und Postfiliale Sieberhagen in Reichensachsen sowie der Buchhandlung Heinemann in Eschwege. (esr)

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