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Baustart für Feuerwehr Schwebda noch 2022 - Kosten inzwischen verdoppelt

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Von: Stefanie Salzmann

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Die Maximalversion des neuen Feuerwehrgerätehauses in Schwebda. Auf die Befestigung des Außenbereiches wird aus Kostengründen voraussichtlich verzichtet werden. Grafik: Bauplanung luther
Die Maximalversion des neuen Feuerwehrgerätehauses in Schwebda. Auf die Befestigung des Außenbereiches wird aus Kostengründen voraussichtlich verzichtet werden. Grafik: Bauplanung luther © Grafik: Bauplanungsbüro Luther

Der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Schwebda könnte möglicherweise noch in diesem Jahr beginnen. Die Baukosten haben sich seit der letzten Schätzung fast verdoppelt, doch die Schwebdaer Wehr will in Eigenleistung mit anpacken und ist auch bereit, weiter Einsparungen bei dem Gerätehaus in kauf zu nehmen - zum Beispiel beim Außengelände.

Schwebda – Meinhards Bürgermeister Gerhold Brill hat den Baustart für das neue Gerätehaus der Feuerwehr Schwebda noch für 2022 angekündigt. „Ich gehe davon aus, dass wir noch in diesem Jahr mit dem Bau beginnen“, sagte er auf der Sitzung des Bauausschusses am Dienstagabend.

Die Baugenehmigung liege für das Gebäude bis Ende des Jahres vor, sagt Michael Luther vom Bauplanungsbüro. Die Bauzeit schätzt er auf zwölf bis 16 Monate. Vor dem Baustart muss außerdem noch der Bebauungsplan für das Gelände am Ostufer des Werratalsees um den Bereich Rettungswesen ergänzt werden.

Der Neubau auf dem Gelände des jetzigen Parkplatzes am Ostufer soll zwei Fahrzeughallen sowie einen kleinen Trakt mit Räumen umfassen. „Das Raumprogramm entspricht den Mindestanforderungen entsprechend der Einsatzstärke der Feuerwehr Schwebda“, sagte Luther. Lagen die Kostenschätzungen zu Beginn der Planungen im Jahr 2017 noch bei 1,4 Millionen Euro, ergab eine erneute Berechnung aus dem Herbst vorigen Jahres bereits 3,3 Millionen Euro. „Bei den derzeit schnelllebigen Preisen werden wohl auch die 3,3, Millionen nicht auskömmlich sein“, sagte Luther.

Sparpotenzial

Dass auch beim Neubau der Schwebdaer Feuerwehr mit einer drastischen Erhöhung der Baukosten zu rechnen ist, soll bei den Planungen nun massiv bei der Gestaltung und Ausstattung des Außenbereiches gespart werden. „Hier ist Einsparpotenzial“, so der Bauplaner. In den Baukosten sind bisher rund 800 000 Euro für den Außenbereich eingeplant, verzichte man auf eine komplette Pflasterung beispielsweise, ließen sich schon 360 000 Euro sparen.

Rettungshundestaffel

Der Anbau für die Rettungshundestaffel Werra-Meißner solle, so betonte Brill, nicht von der Gemeinde Meinhard bezahlt werden. Für dessen Finanzierung sei er im Gespräch mit dem Landkreis und werde auch beim Land um Unterstützung bitten. „Dafür sind wir als Gemeinde finanziell nicht zuständig. Schwerpunkt ist die Feuerwehr Schwebda zur Menschenrettung zu Wasser und zu Land“, sagt der Bürgermeister.

Die Eigenleistung

Wie Brill weiter mitteilte, habe die Feuerwehr entgegen anderslautenden Gerüchten durchaus ihre Bereitschaft signalisiert, auch Eigenleistung an dem Neubau des Gerätehauses zu leisten. Voraussichtlich nicht in einem Umfang wie im Ortsteil Frieda, wo die Kameraden unterdessen um die 8000 Stunden geleistet haben und damit bisher 300 000 Euro an Fremdleistung gespart haben. Außerdem seien in der Schwebdaer Wehr nicht so viele Fachkräfte wie in Frieda tätig. „Wir sind jederzeit bereit, am Neubau mit anzupacken“, bekräftigte Schwebdas Wehrführer Mario Siegel. Er habe bereits Listen erstellt, wer was leisten könne. Dazu gehören der Einbau von Türen und Malerarbeiten, die die Wehr übernehmen kann.

„Wir sehen den Neubau des Gerätehauses aber nicht nur als Aufgabe der Einsatzkräfte, sondern auch für den Feuerwehrverein und als ein Projekt, an dem die ganze Dorfgemeinschaft mitwirken kann.“ (Stefanie Salzmann)

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