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Befragung in Wehretal: Der Jugend eine Stimme geben

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Von: Emily Spanel

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Die Pumptrackanlage in Reichensachsen wurde mittlerweile durch das Engagement der Initiative Reichensachsen selber machen und ganz besonders der Jugendlichen selbst zu einem attraktiven Treffpunkt erweitert. Weitere Aktionen für die Jugend sollen folgen.
Die Pumptrackanlage in Reichensachsen wurde mittlerweile durch das Engagement der Initiative Reichensachsen selber machen und ganz besonders der Jugendlichen selbst zu einem attraktiven Treffpunkt erweitert. Weitere Aktionen für die Jugend sollen folgen. © Eden Sophie Rimbach

Ein Wehretaler Arbeitskreis plant eine bislang einmalige Befragung. Diese richtet sich an die Jugendlichen der Gemeinde.

Wehretal – Anders als Erwachsene haben sie kein Wahlrecht; sie können sich nicht ausdrücken, wenn man sie nicht befragt. Werden die Interessen von Kindern und Jugendlichen einfach unter den Teppich gekehrt, dann hat das Konsequenzen. Wer dagegen früh die Erfahrung macht, dass seine Meinung zählt und er etwas bewirken kann, der wird sich wohl auch künftig gern und gut in die Gemeinschaft der Heimat einbringen.

Für eine funktionierende Jugendarbeit braucht es auf kommunaler Ebene Strukturen. In der Gemeinde Wehretal hat sich aus dem Kultur- und Sozialausschuss unter Vorsitz von Katharina Dilling ein Arbeitskreis gebildet, der – einfach ausgedrückt – der Wehretaler Jugend diese so wichtige Stimme geben will. Wichtigste Maxime: Die Jugendarbeit darf keine Einbahnstraße sein, sondern funktioniert nur im Zusammenspiel aller Akteure.

Fragebögen gehen an rund 300 Jugendliche

Um eine verlässliche Grundlage darüber zu haben, was bereits gut läuft in Wehretal, was noch nötig ist beziehungsweise von den Jugendlichen gewünscht wird, haben die Mitglieder des Arbeitskreises in den vergangenen Monaten in gründlicher Vorarbeit einen Fragebogen erstellt. Daran mitgearbeitet haben weiterhin drei Wehretaler Jugendliche, Eltern und Kindergartenleiter Matthias Röhl.

„Wir sammeln so viel Input wie möglich, um die Rahmenbedingungen für eine funktionierende, moderne Jugendarbeit in unserer Gemeinde schaffen zu können“, sagt Jörg Sandrock, Mitglied des Arbeitskreises.

Nach den letzten Feinabstimmungen und ergänzt durch ein Anschreiben wird der Fragebogen in den kommenden Wochen an die rund 300 Wehretaler Jugendlichen verschickt werden – selbstverständlich auch an die ukrainischen Jugendlichen, die in der Gemeinde eine Zuflucht gefunden haben. Ergänzt wird das Angebot durch die Möglichkeit für ältere Jugendliche, online an der Befragung teilzunehmen.

Eltern und Jugendliche sollen auch künftig erreicht werden

„Der offene Prozess ist aufwendig, aber spannend“, sagt Jörg Sandrock. Man wisse vorher nicht, welches Ergebnis am Ende herauskomme, und vielleicht widerspreche es den eigenen Vorstellungen. Außerdem müssen Erwachsene sich zurücknehmen und bereit sein, Verantwortung abzugeben. Den jugendlichen Elan zu kanalisieren und zu erhalten, kann einer lebenswerten Gemeinschaft nur guttun.

Wertvolle Impulse haben sich die Mitglieder des Kultur- und Sozialausschusses vor Erstellung der Fragebögen von den hauptberuflichen Jugendarbeitern des Kreises geholt; haben weiterhin auch die Familienbildungsstätte – Mehrgenerationenhaus Werra-Meißner mit ins Boot geholt.

Damit die Ergebnisse dieser ersten, in der Gemeinde Wehretal bislang einmaligen Jugendbefragung nicht einfach verpuffen, wird den Fragebögen auch eine Postkarte beigelegt sein. Eltern und Jugendliche können darin einen Kontakt angeben – um künftig immer sofort gehört und angesprochen zu werden, wenn es um ihre Gemeinde, ihre Heimat Wehretal geht. Von Emily Hartmann

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