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Bei der Auftaktgala zum Johannisfest herrschte beste Stimmung

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Von: Harald Triller

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Hatte ihr Publikum im Griff: Mariella Milana trat zum ersten Mal beim Johannisfest auf. Von ihrer anfänglichen Aufregung war auf der Bühne nichts zu spüren.
Hatte ihr Publikum im Griff: Mariella Milana trat zum ersten Mal beim Johannisfest auf. Von ihrer anfänglichen Aufregung war auf der Bühne nichts zu spüren. © Harald Triller

Die Rückkehr zur traditionellen Johannisfest-Auftaktgala ist mehr als gelungen, Garant dafür war der heimische Schlagerstar G.G. Anderson, der bereits zum fünften Mal das Fest der Freuden eröffnete.

Eschwege – Der Entertainer, der seit vier Jahrzehnten diese Branche mitbestimmt, weil er als Sänger, Autor und Produzent tätig war und dabei mehr als 1000 Titel für sich und viele weitere Topstars dieser Musikrichtung geschrieben hat, konnte auf familieninterne Verstärkung bauen. „Mit meiner Nichte Mariella Milana und meinem Patensohn Michele Joy werden wir heute Abend Eschwege rocken“, kündigte der Dietemann vollmundig an und hielt Wort.

Ganz zum Schluss hat der 72-Jährige, der auch nach mehreren gesundheitlichen Rückschlägen immer wieder auf die Bühne des Lebens zurückgekehrt ist, unter dem Jubel des Publikums ein großes Versprechen gegeben: „Wir werden wiederkommen, der heutige Abend wird, wenn es gewünscht ist, unsererseits eine Neuauflage finden.“

Vorprogramm

Doch der Reihe nach: Da hat zunächst einmal Bürgermeister Alexander Heppe die Bühne betreten, dem schon beim Vortrag seines Johannisfestgedichtes die pure Erleichterung nach zweijähriger Coronapause sichtbar anzumerken war. Auch der Fanfarenzug Eschwege mit Stabführer Kevin Albert hat rund 1700 Gäste mit klassischen Johannisfestklängen auf den Galaabend eingestimmt.Die Partyband Timeless hatte großen Anteil an diesem gelungenen Festauftakt. Nach ihrem abwechslungsreichen Vorprogramm, das durch die gesamte Welt der Pop- und Schlagermusik führte, ließ es das Herrenquartett mit Sängerin Janine Reimann in der Pause zwischen den Auftritten von Michele Joy und G.G. Anderson so richtig krachen.

Die Frage von G.G. Anderson „Geht’s euch gut?“, wurde vom Publikum lautstark bejubelt, was der Sänger zum Anlass nahm, mit seinem Hit von 1990 „Heut’ geht’s uns gut“ den Schlagerabend zu eröffnen.

Mariella Milana

Mit ihrem von Bruder Michele Joy geschriebenen Song „Ich schrei’ zum Himmel hinauf“, der Mariella Milana den Weg in die Branche ebnete und von einer wenig einvernehmlichen Liebesbeziehung erzählt, setzte sie in ihrem Programm auch auf prominente Unterstützung. So zog sie mit Helene Fischer um die Häuser oder bedauerte, dass Andrea Berg tausend Mal belogen wurde, um dann wieder ins Haus Grabowski zurückzukehren. Bei dem Lied „Prinzessin“, ebenfalls von Michele Joy geschrieben, bat sie die junge Dame Jenny um Unterstützung auf die Bühne.

Michele Joy

Bruder Michele Joy hätte eigentlich gar keine Bühne gebraucht. Bei seinem Auftritt war er springender- oder tanzenderweise permanent im Tiefflug auf den Bierzeltgarnituren unterwegs. Er wünschte sich dass er ein, zwei oder 3000 Jahre alt wird, um seine Fans bis in alle Ewigkeit musikalisch zu beglücken. Und im Reigen seiner größten Hits wie „Wie eine Sinfonie“ oder „Du kannst mir ruhig mein Herz klauen heute Nacht“ durfte natürlich „Warum?“ nicht fehlen, denn dieser Titel wurde bei YouTube immerhin 280 000-mal angeklickt.

Dann folgte aber doch der galante Sprung auf die Bühne, wo bereits G.G. Anderson am Schlagzeug saß und Musikproduzent Michael Murauer mit der Gitarre auf ihn gewartet hat, die ihn dann bei seiner aktuellen Single „So, wie du bist“ live begleiteten. Über die „Party des Jahres“ und die freche Variante vom Kaiser-Hit Joana, kündigte er im klitschnassen Hemd seinen Abgang von der Bühne an.

G.G. Anderson

Schon bevor G.G. Anderson auf dem Vorbau der Bühne Position bezog, erklang bereits sein „Manana“. Unter dem frenetischen Freudengeschrei spulte der bekennende Eschweger seine gesamte Hitpalette der jüngeren Zeitrechnung ab, wie „Lena“, „Kleiner Diamant“, „Santa Maria“ und seinen aktuellen Hit „Sommersprossen“, den er vor zwei Wochen bei Andrea Kiewel im ZDF-Fernsehgarten vorgestellt hat.

Nach dem Medley der erfolgreichen Hits aus den 1980er-Jahren wurde es kurz ganz still. Er bat Ehefrau Monika mit dem Text des nächsten Liedes auf die Bühne und stellte dann die Vielseitigkeit seines Stimmenvolumens unter Beweis bei „Words“ einem der erfolgreichsten Hits der Bee Gees aller Zeiten. Der Jubel kannte nun keine Grenzen mehr.

Zum Finale bat er Mariella Milana und Michele Joy um Unterstützung beim Anderson-Klassiker „Cheerio“. Und der Text sagt aus: „Ich komm’ bald wieder, sing meine Lieder“, hoffen nun Eschwege und die Region, dass das Versprechen der Wiederkehr auch eingelöst wird.

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