Serie „Mein Verein ist besonders“

Beim STV Breitau zählt die Gemeinschaft

Das Zeltlager des STV Breitau ist der Höhepunkt des Jahres. Auf unserem Bild in Rommerode sind einige Mitglieder des Vereins zu sehen: (hinten) Michael Rabe, Klaus Walter und Mario Rabe sowie (vorne, von links) Torsten Göbel, Siegfried Görke, Jürgen Stück, Björn Fritzen, Carsten Meyer, Udo Pippardt, Matthias Diegel, Udo Kröll und Rainer Bornscheuer.
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Das Zeltlager des STV Breitau ist der Höhepunkt des Jahres. Auf unserem Bild in Rommerode sind einige Mitglieder des Vereins zu sehen: (hinten) Michael Rabe, Klaus Walter und Mario Rabe sowie (vorne, von links) Torsten Göbel, Siegfried Görke, Jürgen Stück, Björn Fritzen, Carsten Meyer, Udo Pippardt, Matthias Diegel, Udo Kröll und Rainer Bornscheuer.

Vereine halten unsere Gesellschaft zusammen. Seit Jahren haben sie mit Problemen zu kämpfen. Und dann kam auch noch Corona. Wir porträtieren besondere Vereine aus unserer Region.

Breitau – Wer den STV Breitau besucht, dem wird schnell klar: Die Mitglieder sind eine besonders eingeschworene Truppe. Gemeinschaft und Zusammenhalt prägen das Vereinsleben schon seit der Gründung im Jahr 1985.

Hier kommen Menschen zusammen, die einen Bezug zu Breitau haben und sich im Verlauf der Zeit einfach nicht aus den Augen verlieren wollen. So manches Mitglied hat es auch schon in weiter entfernte Orte wie Fürth verschlagen – der Kontakt zum Verein ist trotzdem geblieben. „Wenn der Verein ruft, dann kommen alle zusammen“, sagen Mario und Michael Rabe.

Und noch etwas zeichnet die Gemeinschaft des STV aus: Hier treffen auch Menschen aus ganz unterschiedlichen Generationen aufeinander. Von 1996 bis 2015 traten keine neuen Mitglieder in den STV ein.

Doch dann, ab 2015, kamen immer mehr jüngere Menschen dazu. „Das jüngste Mitglied ist 1999 geboren, das älteste in 1964“, sagt Michael Rabe, der schon seit 2001 Vorsitzender ist. Die Altersunterschiede spielen keinerlei Rolle. Man versteht sich einfach und hat Spaß an gemeinsamen Aktivitäten – ganz ohne größere Verpflichtungen und in lockerer Atmosphäre.

STV steht übrigens für „Sauf- und Trinkverein“ – statt Turn- und Sportverein, kurz TSV, vertauschten die Mitglieder kurzerhand die Buchstaben. „Man wollte damals einfach etwas Anderes machen, man wollte rebellieren“, sagt Rainer Bornscheuer. Heute spielt die ausgeschriebene Version des Vereins eher weniger eine Rolle.

Auf ihr Zeltlager ist der STV besonders stolz. „Das ist unser Höhepunkt des Jahres“, sagen Mario und Michael Rabe. Jedes Jahr im Sommer fahren die Mitglieder auf einen Zeltplatz im Umkreis von etwa 120 Kilometern – dort wird gemeinsam gekocht und gefeiert.

„Wir wollen dabei auch andere Menschen und Orte kennenlernen. Früher wurde das Zeltlager oft mit einer Kirmes verbunden“, erzählen die Mitglieder. In diesem Sommer ließen die Coronaregelungen ein gemeinsames Zeltlager zu. „Viele wollten mitmachen. Die Leute waren froh, auch mal wieder herauszukommen.“

Neben diesem Höhepunkt treffen sich die Mitglieder alle drei Monate regelmäßig, insofern es die Pandemie ermöglicht. Dann stehen Wanderungen, eine Tagesfahrt oder Kegeln auf dem Programm. Hauptsache, die Freunde kommen zusammen.

Auch bei der Kirmes in Breitau sind die Mitglieder immer dabei. Und auch ehrenamtliches Engagement gehört für sie dazu. Der Verein mäht die Grünflächen auf dem Friedhof in Breitau. „Für uns ist das eine tolle Gelegenheit, um uns für unseren Ort einzusetzen.“ (Von Julia Stüber)

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