Lokaler Fahrdienst

Bürgerbus: Senioren sollen so mobiler werden

Werra-Meißner. Senioren und Menschen mit eingeschränkter Mobilität können ab der zweiten Jahreshälfte zumindest in einigen Kommunen des Werra-Meißner-Kreises auf ein besseres Angebot an Verkehrsmitteln zurückgreifen.

Sowohl die Gemeinden Meißner und Berkatal als auch Wehretal und Waldkappel haben bei der Landesstiftung Miteinander Hessen ihr Interesse bekundet, einen Bürgerbus einrichten zu wollen.

Das ist ein lokaler Fahrdienst, der mithilfe von ehrenamtlichen Fahrern die Lücken im öffentlichen Nahverkehrsnetz schließen soll. Angeschafft wird der Bus mit neun Sitzen und einem großen Kofferraum für das Verstauen von Rollatoren von der Stiftung.

„Viele Senioren können oder wollen kein Auto mehr fahren, sind dann durch fehlende Nahverkehrsangebote in ihrer Mobilität eingeschränkt“, sagt Berkatals Bürgermeister Friedel Lenze. „Das würden wir gerne ändern.“ Für ihn wie auch für seinen Amtskollegen Friedhelm Junghans aus der Gemeinde Meißner habe es etwas mit sozialer Teilhabe und Menschenwürde zu tun, wenn man auch dort hinkomme, wo man wolle. 

Beide wollen für ihre Gemeinden deshalb einen gemeinsamen Bürgerbus installieren, der aufgrund der örtlichen Nähe auch die beiden Bad Sooden-Allendorfer Ortsteile Orferode und Kammerbach mit einbeziehen soll.

Was alle Kommunen, die bislang ihr Interesse bekundet haben oder das noch tun möchten, tun müssen: ein Konzept erarbeiten, wie genau der Bürgerbus eingesetzt werden soll. 

„Klar ist, dass er nicht nur die derzeitigen Bushaltestellen anfährt, sondern andere, weitere Punkte angefahren werden“, sind sich Lenze und Junghans einig. „Sonst würde das Angebot keinen Sinn machen.“ Anfahren soll der Bus dann Stationen wie Ärzte und Apotheken, aber auch Supermärkte in den Gemeinden. Bislang sei das zweimal wöchentlich geplant.

Rubriklistenbild: © dpa

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