„Starkes Dorf – Wir machen mit“

Dreschschuppen in Frankenhain wird vom Geräteschuppen zum Dorfmittelpunkt

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Dreschschuppenfreunde feiern in Frankenhain die Ergebnisse der Arbeitseinsätze und den dafür benötigten Bewilligungsbescheid in Höhe von 4452 Euro.

Der Dreschschuppen in Frankenhain wird vom Abstellraum für Geräte der Gemeinde zu einem echten Dorfmittelpunkt. Möglich macht das eine Förderung des Landes Hessen. 

Nach hürdenreichen Entscheidungsprozessen und Arbeitseinsätzen am Dreschschuppen in Frankenhain wurde am Freitag der Bewilligungsbescheid in Höhe von 4452 Euro von einem Mitarbeiter der Hessischen Landesregierung übergeben. Die Ergebnisse der rund 35 Arbeitstage an der Scheune wurden bestaunt.

Der Dreschschuppen diente vor dem Umbau als Abstellraum für Geräte der Gemeinde. Aufgrund der baulichen Substanz hätte er von der Gemeinde abgerissen werden müssen. Dafür wurden Kosten in Höhe von 11.000 Euro veranschlagt. In Erinnerung der durchgeführten Maßnahmen zur Erstellung des heutigen Dorfgemeinschaftshauses kam die Idee auf, auch den Dreschschuppen wieder zu beleben. 

Dreschschuppen in Frankenhain wurde 2016 den Vereinen zur Instandsetzung überlassen

Nach längeren Diskussionen wurde im November 2016 durch die Gemeindevertretung beschlossen, dass der Schuppen anstelle des Abrisses den Frankenhainer Vereinen zur Instandsetzung überlassen wird. Da zu erwarten war, dass es noch einige Zeit dauern würde, bis alle haushaltsrechtlichen Fragen geklärt wären, finanzierten die Vereine die Arbeiten vor. Dazu wurde der „Verein zur Erhaltung des Dreschschuppens Frankenhain e.V.“ im September 2018 gegründet. 

Dreschschuppen in Frankenhain: Unterstützung durch Landesprogramm

Später kam Manfred Zindel die Idee, dass die Aktion auch in das Programm „Starkes Dorf – Wir machen mit“ passen würde. Das Förderprogramm unterstützt 2018 und 2019 hessische Dörfer mit insgesamt 300.000 Euro, damit sie lebens- und liebenswert bleiben. „Innerhalb einer Woche erfolgte die Zusage für die Aufnahme in das Programm“, staunt Zindel. Mit einem Betrag von 4452 Euro konnten die Arbeiten beginnen.

An den in den letzten sechs Monaten getätigten 35 Arbeitstagen waren 31 Dreschschuppenfreunde beteiligt und haben dabei mehr als 700 Arbeitsstunden geleistet.

Ergebnisse der Arbeit an Dreschschuppen werden gefeiert 

Das Ergebnis dieser Arbeit wurde am Freitag gefeiert mit Helfern, Einwohnern, Bürgermeister Friedel Lenze und Tobias Scherf, Regionalbeauftragter der Landesregierung. Dabei gab der Bürgermeister bekannt, die 11.000 Euro, die für den Abriss der Scheune veranschlagt waren, nun für den anstehenden Innenausbau zur Verfügung zu stellen. 

„Wir wollen etwas für die nachfolgende Generation schaffen“, sagt Manfred Zindel. Eine Theke, angemessene Möblierung, Einbau eines Pizzaofens, Fußboden und weitere Maßnahmen sind dafür geplant. Auch könne man sich vorstellen, dort ein Seniorenkino oder ein Repair-Café einzurichten.

Von Carolin Eberth

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