Vor der Wahl

Berkatal soll lebenswert bleiben - Digitalisierung großes Thema

Draufgeschaut: Zu sehen ist hier Berkatals größter Ortsteil Frankershausen. Berkatal hatte am 31. Dezember 2020 mit allen Ortsteilen insgesamt 1432 Einwohner. ARCHIV
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Draufgeschaut: Zu sehen ist hier Berkatals größter Ortsteil Frankershausen. Berkatal hatte am 31. Dezember 2020 mit allen Ortsteilen insgesamt 1432 Einwohner. ARCHIV

Vor der Kommunalwahl am 14. März porträtieren wir alle elf Kommunen unseres Verbreitungsgebiets und den Werra-Meißner-Kreis. Heute: die Gemeinde Berkatal.

Berkatal – Die Digitalisierung wird in Berkatal in den kommenden Jahren ein großes Thema sein, sagt Bürgermeister Friedel Lenze (SPD). Einerseits ist es der Wunsch, die Gemeindeverwaltung für die Bürger digital besser erreichbar zu machen, um Behördengänge auch online erledigen zu können, andererseits ist es mittlerweile aber auch gesetzlich vorgeschrieben, durch das Online-Zugangs-Gesetz.

„Das ist ein sehr großer Aufwand. Die Digitalisierung wird uns noch vor Herausforderungen stellen und auch Geld kosten“, betont der Sozialdemokrat. Einige Jahre würde man parallel mit Papier und auch digital arbeiten müssen.

Den Ausbau der digitalen Infrastruktur in Berkatal finden auch die anderen Parteien sehr wichtig. Für eine bessere Internetversorgung müsse der Netzausbau vorangetrieben werden, sagt Thomas Schill von der Überparteilichen Wählergemeinschaft (ÜWG), ebenso wie Dr. Lutz Bergner von den Berkataler Christdemokraten. Das sei insbesondere in der Coronazeit auffällig, sagt Bergner, da sich viele Menschen im Homeoffice befinden und auf eine gute Internetverbindung angewiesen sind. Mit einem Ausbau in diese Richtung werde auch das Leben im ländlichen Berkatal attraktiver. Und das ist das allgemeine Ziel der Befragten.

Damit es in Berkatal auch lebenswert bleibt, Menschen zuziehen möchten und die jungen Leute gerne dort bleiben möchten, müsse aber einiges getan werden, so die Spitzenkandidaten. Einkaufsmöglichkeiten und die ärztliche Versorgung müssen zum Beispiel sichergestellt sein, es muss Wohnraum und Bauplätze geben, die Vereine sollten unterstützt werden und Arbeitsplätze sollen erhalten und ausgeweitet werden. Das gelte nicht nur für Frankershausen, betont Bergner, sondern für alle Ortsteile.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist laut Schill auch, die Nachhaltigkeit in allen wichtigen Entscheidungen zur Energieversorgung zu prüfen. „Auch die Gemeinde hat eine Photovoltaikanlage und sollte diese Technologien wie auch E-Mobilität weiter unterstützen“, sagt er.

Dr. Lutz Bergner (48), CDU

Dr. Lutz Bergner (48), CDU

„Berkatal ist ein lebenswerter Standort zum Arbeiten, Wohnen und Leben – auch für junge Menschen. Das sollten wir ausbauen, wie mit dem Erhalt von Arbeitsplätzen, Bauplätzen und mehr Freizeitangeboten. Damit das erfüllt werden kann, muss die Gemeinde finanziell handlungsfähig sein.“

Elfi Schreiber (65), SPD

Elfi Schreiber (65), SPD

„Wir müssen die ärztliche Versorgung sicherstellen, indem wir uns über Nachwuchs Gedanken machen. Ein weiteres Ziel sollte sein, dass das Geld, das uns vom Land zusteht, auch bei uns ankommt. Durch den kommunalen Finanzausgleich fällt es leider oft geringer aus, das ist nicht gerecht.“

Thomas Schill (57), ÜWG

Thomas Schill (57), ÜWG

„Wir wollen die Infrastruktur in Berkatal für Bürger und Unternehmen verbessern, Abwanderung in die Städte reduzieren und das Leben auf dem Land attraktiver gestalten. Dazu zählen der Internet-Netzausbau, Kita-Plätze, Einkaufsmöglichkeiten und die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel.“

(Jessica Sippel)

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