Festmahl ohne Gäste

Berufliche Schulen vergeben Dietemann-Kochpokal

Lujeen Alomar, Bardie Ohan, Emma Wagner (von links) überzeugten mit vegetarischer Köfte und einem arabischen Brotsalat (Fattousch) als Vorspeise, Hähnchenfilet mit Kartoffeln, Paprika, Zucchini und Pilzen zum Hauptgang und einer süßen Krönung in Form eines Creme-Karamell-Kuchens.
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Lujeen Alomar, Bardie Ohan, Emma Wagner (von links) überzeugten mit vegetarischer Köfte und einem arabischen Brotsalat (Fattousch) als Vorspeise, Hähnchenfilet mit Kartoffeln, Paprika, Zucchini und Pilzen zum Hauptgang und einer süßen Krönung in Form eines Creme-Karamell-Kuchens.

Zum 16. Mal wurde der Dietemann-Kochpokal der Beruflichen Schulen ausgelobt, in diesem jahr unter erschwerten Bedingungen.

Eschwege – Die Gewinnerinnen Lujeen Alomar, Bardie Ohan, Emma Wagner überzeugten mit vegetarischer Köfte und einem arabischen Brotsalat (Fattousch) als Vorspeise, Hähnchenfilet mit Kartoffeln, Paprika, Zucchini und Pilzen zum Hauptgang und einer süßen Krönung in Form eines Creme-Karamell-Kuchens.

Die verantwortlichen Fachlehrer des Fachbereichs Ernährung der Beruflichen Schulen in Eschwege Mattias Blackert und Carsten Legel machten sich die Entscheidung nicht leicht. Soll der Dietemann-Kochpokal stattfinden oder nicht? Kann es gelingen, acht Schülerinnen und einen Schüler der Berufsfachschule auch ohne geladene Gäste, unter Einhaltung erschwerender Hygieneregeln, zu motivieren?

„Wir ziehen das jetzt durch“, entschieden alle Mitwirkenden in einer Krisensitzung und sollten damit richig liegen. Motivationsprobleme habe es kaum gegeben, sagt Abteilungsleiter Thomas Mülverstedt. Die Aufregung war bei allen zu spüren – auch ohne Gäste.

Bereits kurz nach den Herbstferien starteten die Vorbereitungen im Unterricht. In der Theorie drehte sich viel um die in der Wettbewerbsausschreibung für die Vorspeise geforderten vegetarischen Lebensmittel. Welche Vorteile gibt es im Vergleich zu tierischen Produkten? Was hat das alles mit der Klimaerhitzung zu tun?

Die Vorteile saisonaler und regionaler Küchen wurde erarbeitet. An einem Mittwoch stand der Besuch des Eschweger Wochenmarkts auf dem Programm. Thomas Mülverstedt erklärt: „Diese Eschweger Marktkultur muss erhalten bleiben. Daher möchte ich es meinen Schülern näherbringen. Hierzu erarbeiten wir die Vorteile der hier angebotenen Lebensmittel und vergleichen mit den Angeboten der umliegenden Discounter.“

Parallel dazu konnte das Küchentraining beginnen. Es wurde kreativ geplant, kalkuliert, eingedeckt, geputzt, gebraten, gedünstet, gebacken, angerichtet.

Küchenmeister und Fachlehrer Matthias Blackert war erstaunt: „Niemand klagte oder drängte, obwohl wir bis Freitagnachmittag Uhr arbeiteten. Oft musste ich die Schüler bremsen, sonst hätten wir die Unterrichtszeit überzogen.“

Am Montag ging es ins Küchenfinale. Um 12.30 Uhr standen die Ergebnisse auf den (leider nicht mit Gästen besetzten) Tischen. Selbst anhand einer professionellen Checkliste fiel es der Jury nicht leicht, die Gewinner zu ermitteln. Schulleiter Ekkehard Götting überreichte den Pokal an Lujeen Alomar, Bardie Ohan und Emma Wagner.

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