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Berufsschüler kochen an FBS für Bedürftige

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Von: Maren Schimkowiak

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Für den guten Zweck: Die Schüler der Berufsvorbereitungsklasse kochen für Bedürftige. Ins Leben gerufen wurde die Suppen-Kooperation von Thomas Mülverstedt (dritter von links), Abteilungsleiter Ernährung an der BS, Fachlehrer Frank Mangold sowie Gudrun Lang und Christina Britsch von der FBS.
Für den guten Zweck: Die Schüler der Berufsvorbereitungsklasse kochen für Bedürftige. Ins Leben gerufen wurde die Suppen-Kooperation von Thomas Mülverstedt (dritter von links), Abteilungsleiter Ernährung an der BS, Fachlehrer Frank Mangold sowie Gudrun Lang und Christina Britsch von der FBS. © Maren Schimkowiak

Gemeinsame Aktion der Familienbildungsstätte und BS

Eschwege – Kartoffeln, Lauch, Sellerie und Möhren – diese Zutaten gehören in eine richtig gute Kartoffelsuppe. Das wissen auch die Schüler der Berufsvorbereitungsklasse der Beruflichen Schulen Eschwege, die einen 20 Liter großen Topf mit den genannten Zutaten ansetzen.

Diese Mahlzeit kommt mittags im Rahmen der Aktion „Ein Teller Wärme“, die in Zusammenarbeiter der Evangelischen Familienbildungsstätte (FBS) bedürftigen Menschen zugute. Die Aktion „Ein Teller Wärme“ wird von der FBS in Zusammenarbeit mit den Beruflichen Schulen Eschwege angeboten und ist Teil der Initiative #wärmewinter der Evangelischen Kirche, mit der unterschiedliche Unterstützungsangebote für bedürftige Menschen geschaffen wurden.

„Wir wollen Menschen jeden Alters, Herkunft oder Glaubens unterstützen und deutlich machen: die Familienbildungsstätte ist ein offenes Haus und für jeden eine Anlaufstelle“, so Gudrun Lang, Leiterin der FBS. Dies gelte angesichts immer steigender Lebenshaltungskosten besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten oder auch an Tagen, in denen es besonders kalt ist.

„Bei uns kann man in Ruhe seine Zeitung lesen oder sich aufwärmen.“ Viele Besucher würden auf diese Weise auch auf die weiteren Aktionen der Familienbildungsstätte, etwa den Geschenketisch oder das Foodsharing-Angebot, aufmerksam.

Für den guten Zweck

Seit Mitte Dezember wird die Suppenmahlzeit angeboten. Einmal pro Woche an wechselnden Tagen gibt es von Kartoffelsuppe über Käse-Lauchsuppe, ukrainische Soljanka bis hin zu Blumenkohl-Knoblauchsuppe eine kulinarische Bandbreite.

„Wir verwenden regionale Zutaten und legen Wert auf Geschmack und Frische“, erklärt Fachlehrer Frank Mangold, der die Gerichte nicht nur auswählt und plant, sondern auch gemeinsam mit seinen Schülern zubereitet. Die Lebensmittel werden aus Spenden finanziert. Als Teilnehmer der Berufsvorbereitungsklasse erhalten diese Einblicke in praktische Tätigkeiten. Das Kochen für den guten Zweck mache nicht nur Spaß, sondern habe auch einen nachhaltigen Sinn. „Für die Schüler hat das Kochen für Bedürftige einen besonderen Stellenwert“, weiß Thomas Mülverstedt, der an den Beruflichen Schulen unter anderem die Abteilung Ernährung leitet. Die Beruflichen Schulen verfügen über die optimale Ausstattung für große Kochaktionen, die Räumlichkeiten der FBS bieten den Platz in diesem Maße nicht. Den Transport der Suppe vom Heuberg hinunter in die FBS übernimmt ein ehrenamtlicher Fahrer. Dort angekommen, wird die Suppe von einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin ausgegeben. Durch dieses gemeinsame Engagement sei in relativ kurzer Zeit eine optimale Lösung gefunden worden, Menschen zu unterstützen, da sind sich alle Beteiligten einig.

Es ist noch Suppe da

Aktuell werden rund 25 Portionen ausgegeben – und weil da am Ende des Mittags noch genügend Reste im Topf sind, lädt das Team der FBS Interessierte herzlich zum gemeinsamen Suppe auslöffeln ein. Ab dem 2. Februar wird es eine zweite Ausgabestelle im Gemeindehaus der Auferstehungskirche auf dem Heuberg geben. Dieses Angebot richtet sich an alle, die den Weg in das Stadtzentrum nicht auf sich nehmen können.

Die nächsten Termine

Noch bis Ende Februar läuft die Suppenaktion. An folgenden Terminen gibt es eine leckere, kostenfreie Mahlzeit:

• Freitag, 20. Januar

(Ukrainische Soljanka)

• Donnerstag, 2. Februar

(Käse-Lauchsuppe)

• Freitag, 17. Februar

(Graupen-Grünkohl-Ein-      topf)

• Donnerstag, 23. Februar (Blumenkohl-Knoblauchsuppe mit Kichererbsen-Crunch)

• Montag, 27. Februar (Vegetarischer Erbeneintopf)

Die Ausgabe findet jeweils von 11.30 bis 12.30 Uhr statt. Gegessen werden kann die Suppe vor Ort, zum Mitnehmen wird ein eigenes Gefäß benötigt. Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig. „Bei uns gilt das Prinzip: wenn alle, dann alle“, so Gudrun Lang, die sich darüber freut, mit dem Suppenangebot einige Eschweger satt und glücklich zu machen.

Weitere Infos zu „Ein Teller Wärme“ sowie zu allen weiteren Angeboten und Aktionen der Evangelischen Familienbildungsstätte gibt es unter der Rufnummer 0 56 51/3 37 70 01 oder unter fbs-werra-meissner.de. (Maren Schimkowiak)

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