Bewährungsstrafe für Bockwurst-Dieb: Gericht verurteilt  Einbrecher

Wegen mehrfachen Diebstahls ist am Dienstag ein 29-jähriger Mann aus dem Werra-Meißner-Kreis zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden.

Die Strafe des Schöffengerichts Eschwege wird zu einer dreijährigen Bewährung ausgesetzt, zudem muss er 1000 Euro in monatlichen 50-Euro-Raten an die Sozialeinrichtung Aufwind zahlen.

Dem Mann wurde vorgeworfen, in 27 Fällen zwischen Februar und Ende Mai 2014 in verschiedene Einrichtungen und Firmen im Umkreis von Großalmerode und Hessisch Lichtenau eingebrochen zu sein oder es versucht zu haben. In den Fällen, in denen das klappte, ging er auch auf Diebestour: Bargeld ließ er ebenso mitgehen wie Mischpulte, Laptops, Kameras und Werkzeug - und Bockwürstchen und Kaffee. „Ich nehme an, dass das zu den wenigen Dingen gehört, die Sie verbraucht haben“, sagte der Vorsitzende Richter Dr. Alexander Wachter.

Denn die restlichen Sachen im Gesamtwert von gut 15 000 Euro hortete der junge Mann, der geständig war und keine Vorstrafen besitzt, in seinem Keller. Nie habe er die Absicht gehabt, diese zu Geld zu machen. Er ließ nach seiner Aussage einfach mitgehen, was er in den Gebäuden fand. Mit einem Fahrrad und einem daran montieren Anhänger habe er die Dinge zu sich nach Hause geschafft, teilweise musste er zweimal fahren.

Eingebrochen ist er unter anderem in Dorfgemeinschaftshäuser, Firmen und eine orthopädische Klinik. Das Besondere: In einige der Häuser brach er mehrmals ein, wie in einen Kindergarten. Dort installierte man nach der zweiten Tat eine Kamera, die den 29-Jährigen dann auch beim dritten Einbruch aufnehmen konnte.

Angaben, warum er die Diebstähle begangen habe, konnte der Mann nicht machen. Wahrscheinlich, so vermutete er selbst, war er unzufrieden mit seiner damaligen Arbeitslosigkeit.

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