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E-Bikes sind im Werra-Meißner-Kreis voll im Trend

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Von: Konstantin Mennecke

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Ein E-Bike angelehnt an einem Rastplatz inmitten von Grün.
E-Bikes sind bei Fahrradkäufern sehr beliebt. Bei einer Finanzierung wird das sogenannte Bike-Leasing häufig in Anspruch genommen. © Konstantin Mennecke

Werra-Meißner – Die Corona-pandemie hat die Nachfrage nach Fahrrädern mit elektrischer Unterstützung, sogenannten E-Bikes, bundesweit stark Ansteigen lassen.

42 Millionen Bürgerinnen und Bürger haben 2021 mindestens einen Tagesausflug mit dem Rad unternommen – knapp die Hälfte der im vergangenen Jahr neubeschafften Fahrräder waren E-Bikes, teilt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) mit.

Diesen Trend beobachtet auch der lokale Fahrrad-Handel. Adam Biewald von der Bike-Station in Eschwege beobachtet eine deutlich größere Nachfrage nach Fahrrädern verglichen mit der Zeit vor der Pandemie. „Die Nachfrage nach E-Bikes ist dabei um ein Vielfaches größer als nach konventionellen Rädern, etwa drei Viertel unserer verkauften Räder sind E-Bikes“, sagt Biewald. Die bundesweit starke Nachfrage sorgt weiterhin für lange Lieferzeiten. „Das Besondere an der aktuellen Situation ist, dass so gut wie alle Hersteller längst für das aktuelle Modelljahr 2022 ausverkauft sind“, so Biewald. Ein Jahr warten lokale Händler auf vorbestellte Räder, spätestens Mitte 2021 habe man für diese Saison bereits bei den Herstellern Modelle geordert.

Klare Trends beim Kauf seien aktuell E-Mountainbikes sowie E-SUVs, also geländegängige E-Bikes, meist mit Vollfederung für den sportlichen Gebrauch. Ebenfalls stark nachgefragt sind laut Adam Biewald Trekking-E-Bikes. Die meisten Käufer wählen bei einer Finanzierung das Bike-Leasing aus, eine Variante, bei der vom Arbeitgeber Kosten übernommen und so bis zu 40 Prozent im Vergleich zum Neukauf eines Rades gespart werden können.

Den Trend des E-Bike-Fahrens haben auch der Geo-Naturpark Frau-Holle-Land sowie der Seniorenrat im Witzenhausen erkannt. Im Naturpark hat man mit dem Glück-Auf-Radweg den ersten speziell für E-Bikes ausgewiesenen Radweg, wie Diethard Lindner berichtet. Die starken Verkaufszuwächse bei den Rädern habe man erkannt und könne dadurch auch Strecken ausweisen, die mit normalen Fahrrädern sonst nur sehr mühsam zu erfahren seien.

Da viele der Radfahrer auch ältere Menschen sind und die Unfallgefahr aufgrund der leicht zu erreichenden höheren Geschwindigkeiten hoch ist, hält der Seniorenrat in Witzenhausen weiter an seinem Angebot eines E-Bike-Sicherheitstrainings mit dem ADFC und der Polizei fest. Nächster Termin ist Samstag, 7. Mai.

Längere Strecken durch Elektro-Unterstützung

Laut aktueller Umfrage des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs ADFC geben 72 Prozent der Befragten an, mit dem E-Bike nun auch längere Strecken zu fahren, 53 Prozent von ihnen auch anspruchsvollere Strecken in hügeligeren Regionen. Menschen, die Radreisen als Urlaub unternehmen, setzen zu 42 Prozent auf die elektrische Unterstützung. Händler wie die Bike-Station Eschwege empfehlen aufgrund der großen Auswahl eine Beratung vor Ort.

Von Konstantin Mennecke

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