Kreis zahlte schon 460.000 Euro aus

Bildungspaket: Zahl der Anträge soll steigen

Werra-Meissner. Seit knapp drei Jahren haben hilfebedürftige Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene die Möglichkeit, Unterstützung über das Bildungs- und Teilhabepaket zu beziehen. Diese Leistungen, die der Unterstützung von Bildungsangeboten dienen, werden auch im Werra-Meißner-Kreis in Anspruch genommen.

Im ersten Halbjahr diesen Jahres wurden insgesamt 1820 Anträge nach dem 2. Sozialgesetzbuch (SGB II) und dem Bundeskindergeldgesetz (BKGG) gestellt. 32 davon wurden abgelehnt.

Der Bund überwies dem Landkreis zum Umsetzen des Paketes bis Ende Oktober diesen Jahres 344.650 Euro. Zusätzlich hat der Kreis noch 116.162 Euro beigesteuert.

Je mehr Anträge gestellt und bewilligt werden, desto höher ist im Folgejahr die Summe, mit der der Bund zunächst das Land Hessen und dieses dann den Kreis unterstützt. So führen die Mehrausgaben im Jahr 2013 dazu, dass der Werra-Meißner-Kreis mit einem höheren Bundesanteil rechnen kann.

Landrat Stefan Reuß (SPD) erklärt: "Die Antragstellung setzt neben dem Wissen über Leistungen und Angebote zum Bildungs- und Teilhabepaket auch die aktive Mitarbeit der Eltern, welche die Anträge für ihre Kinder beim zuständigen Jobcenter oder dem Werra-Meißner-Kreis stellen müssen, voraus." Dem Kreis sei daran gelegen, dass die berechtigten Kinder und Jugendlichen über die Leistungen auch informiert werden. So soll mit Hilfe von Informationsschreiben an Vereine, Verbände, Schulen und Kindergärten aufgeklärt werden. Zudem sollen Briefe an Eltern von Grundschülern verteilt und Flyer in deutscher, russischer und türkischer Sprache bei Veranstaltungen verteilt werden.

Auch Sachbearbeiter vom Kreis und dem Jobcenter sollen bei Beratungsgesprächen informieren. Außerdem sollen Mitarbeiter der Arbeiterwohlfahrt, des Sozialen Dienstes sowie Erzieher und Lehrer auf das Paket aufmerksam machen. So sollen die Antragszahlen gesteigert werden. (cst)

Rubriklistenbild: © dpa

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