20.000-Kilometer-Tour

„Mit der Welt verbunden“: Weltenbummlerin Margot Flügel-Anhalt geht wieder auf große Reise

Im Sommer 2022 soll die Reise von Margot Flügel-Anhalt beginnen. Dann startet sie mit ihrem Geländewagen von Thurnhosbach erneut in die große weite Welt.
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Im Sommer 2022 soll die Reise von Margot Flügel-Anhalt beginnen. Dann startet sie mit ihrem Geländewagen von Thurnhosbach erneut in die große weite Welt.

Abenteuer, Menschen und Orte kennenlernen: Margot Flügel-Anhalt will wieder losfahren. 20.000 Kilometer ist die Route lang, die entlang einer Bergkette zwischen China und Pakistan führt.

Thurnhosbach – Nach ihren Touren mit einem Motorrad und später einem alten Benz zieht es die Weltenbummlerin Margot Flügel-Anhalt erneut in die Ferne. Von ihrem Heimatort Thurnhosbach aus will sie die Länder Polen, Ukraine, Russland, Kasachstan, Kirgisistan, China, Pakistan, Iran und die Türkei besuchen.

Am 25. Juli 2022 soll die große Reise beginnen. Mit dabei: Ihr Lada Niva – ein russischer Geländewagen, den sie sich gebraucht gekauft hat.

Aktuell steckt die 67-Jährige in den Vorbereitungen für ihre Reise. Die 20 000 Kilometer lange Route steht. Jetzt klärt Flügel-Anhalt unter anderem, in welchen Ländern sie zum Beispiel ein Visum braucht und welche Impfungen sie auffrischen muss. Insgesamt will sie drei Monate unterwegs sein. Ihr großes Ziel: Die Karakorum-Straße zwischen China und Pakistan, die an mehreren 8000 Meter hohen Bergen vorbeiführt. „Die Bergvielfalt ist dort sehr beeindruckend. Es ist einfach eine unberührte, unfassbare Gegend“, sagt Flügel-Anhalt.

Mit dem Geländewagen steile Hänge hinauf, zu Fuß über die Berge

Mit ihrem Wagen will sie auf etwa 3000 Meter Höhe zu einem Basislager fahren, von dem aus sie dann zu Fuß die Berge erkundet. „Unterwegs werde ich zum Schlafen zelten“, erklärt sie. Die entsprechende Ausrüstung für die Bergtour– zum Beispiel ein Steigeisen, das am Schuh befestigt wird und zum sicheren Laufen auf Schnee und Eis dient – hat Flügel-Anhalt bereits. Damit übt sie immer wieder in Thurnhosbach. „Man muss schon fit für eine solche Tour sein. Aber man muss natürlich auch kein Reinhold Messner sein“, sagt Flügel-Anhalt lachend. Auch für die Fahrt mit dem Lada Niva bereitet sich die 67-Jährige vor. So übt sie auf einem Gelände in Großalmerode unter anderem das Fahren an einem Steilhang.

Besonders freut sich die Abenteuerin auf die vielen Menschen, die sie kennenlernen wird. „Ich bin alleine unterwegs und auch auf Hilfe angewiesen. Ich habe keine Probleme damit, Leute anzusprechen. Und viele sind immer sehr hilfsbereit.“ Für ihre Reise hat sie sich auch vorkommen, Menschen zu besuchen, die bereits während ihrer anderen Touren kennengelernt hat. Gleichzeitig will Flügel-Anhalt auch mehr über die dortigen Lebensbedingungen erfahren. Auch wenn es erst im nächsten Jahr losgehen wird – die 67-Jährige ist schon jetzt „total aufgeregt“. Je mehr sie davon erzähle, umso klarer werden ihr, dass sie die Tour wirklich machen wird. „Kurz vor Abfahrt frage ich mich dann schon, ob ich noch alle Tasse im Schrank habe“, sagt sie mit einem Grinsen im Gesicht.

Aber Flügel-Anhalt lebt für ihre spannenden Reisen, das merkt man während des Gesprächs. „Unterwegs bin ich gut aufgehoben. Ich brauche den Schutz der eigenen vier Wände nicht mehr. Ich bin eher mit der Welt verbunden.“

Wenn es nach der 67-Jährigen geht, würde sie noch viel längere Reisen machen – ohne festes Rückkehrdatum. Aktuell geht das aufgrund ihrer selbstständigen Tätigkeit aber noch nicht. „Irgendwann werde ich das aber sicherlich in Angriff nehmen. Eine Reise mit offenem Ende sozusagen.“

Von Julia Stüber

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