Angebot zweimal wöchentlich

Bio-Gemüse für 90 Menschen im Raum Witzenhausen

Beim Feldsalatpflanzen: Landwirtschaftsstudentin Milena Wilkening (von links), Landwirt Thomas Schreier und Gärtnerin Selina Brown. Foto:  Shuhaiber

Die CSA Freudenthal nutzt das Konzept der Solidarischen Landwirtschaft, um 90 Menschen mit regionalem und saisonalem Bio-Gemüse zu versorgen.

Freudenthal. Der Lebensmittelmarkt ist zunehmend durch Globalisierung gekennzeichnet. Äpfel aus Neuseeland, Kartoffeln aus Ägypten und Paprika aus Spanien liegen in den Supermarktregalen. Gleichzeitig steigt unter Verbrauchern die Nachfrage nach saisonalen und regionalen Produkten.

Die Solidarische Landwirtschaft ist eine weltweite Bewegung, die auf eine enge und transparente Zusammenarbeit zwischen Erzeugern und Verbrauchern setzt. Auch in Freudenthal bei Witzenhausen wird das Konzept Solidarische Landwirtschaft realisiert. Die CSA Freudenthal hat dazu in diesem Herbst den Verein SoLaWi Freudenthal e.V. gegründet. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen in und um Witzenhausen mit regionalem und saisonalem Bio-Gemüse zu versorgen. Ein ortsansässiger Bioland-Landwirt hat dem Verein die Anbauflächen dafür bereit gestellt

„Die CSA Freundenthal bewirtschaftet insgesamt 1,5 Hektar Ackerland und sechs Folientunnel nach Bioland-Richtlinien“, erklärt Milena Wilkening. Die Ökolandbaustudentin sammelt derzeit praktische Erfahrungen in Freudenthal. „Gemeinschaftlich wird der Anbau durch Mitgliedsbeiträge finanziert, nachhaltig gewirtschaftet und die Ernte geteilt“, ergänzt Öko-Landwirt Thomas Schreier, der bereits in einem Bioland-Betrieb im Bereich Ackerbau und Mutterkuhhaltung gearbeitet hat und jetzt praktische Erfahrungen im Gärtnern sammelt.

Zweimal pro Woche können sich die Mitglieder ihre Gemüsekisten in einem Raum an der Nordbahnhofstraße abholen. Je nach Saison gibt es Kartoffeln, Möhren, Kohl, Salate, Tomaten, Paprika, Spinat, Lauch, Zwiebeln und vieles mehr. Insgesamt baut der Verein etwa 40 verschiedene Gemüsekulturen an.

Die CSA strebt eine Vollversorgung für 90 Menschen an. Das Risiko der landwirtschaftlichen Produktion wird von der gesamten Gemeinschaft getragen. Abhängig von Wetter und Jahreszeit, kann die Ernte aber unterschiedlich groß ausfallen.

Alle Mitglieder können den Jahresablauf in einer Landwirtschaft beziehungsweise Gärtnerei beim „Mitmachmittwoch“ miterleben und erhalten Einblick in den Anbau ihres Gemüses. Gleichzeitig soll der Kontakt zwischen Gärtnern und Mitgliedern gestärkt werden. In Freudenthal kümmern sich in der kommenden Saison sechs Gärtener um den Gemüseanbau.

Wer sich für das Projekt und den Verein interessiert, kann am kommenden Mittwoch, 26. November, ab 18 Uhr im Studentenclub an der Steinstraße in Witzenhausen vorbeischauen. Ab dem 1. Dezember ist die CSA Freudenthal außerdem immer donnerstags von 14 bis 18 Uhr im Büro von Transition Town an der Brückenstraße in Witzenhausen erreichbar.

Von Alia Shuhaiber

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