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Kunden verbrauchen weniger: Bis zu 30 Prozent Gas gespart

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Von: Tobias Stück

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Gasverbrauch (Symbolbild)
Gasverbrauch (Symbolbild) © Michael Gstettenbauer/IMAGO

Werra-Meißner – Der Gas- und Stromverbrauch im Landkreis ist zwischen Oktober und Dezember gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr wurden zwischen 16,5 und 30 Prozent weniger Gas verbraucht. Das berichten die Versorger der Stadtwerke aus Eschwege und Bad Sooden-Allendorf aufgrund vorläufiger Zahlen auf Anfrage unserer Zeitung.

Die EU hatte sich im Sommer darauf verständigt, dass die Mitgliedstaaten rund 15 Prozent weniger Gas verbrauchen sollten. Wie jetzt bekannt wurde, hat Deutschland den Gasverbrauch bis Ende November um rund 25 Prozent im Vergleich zu den Vorjahreszeiträumen gedrosselt. Auch die Menschen im Werra-Meißner-Kreis haben ihren Teil dazu beigetragen. Das exakte Einsparpotenzial sei momentan noch nicht zu beziffern, sagen sowohl Markus Lecke, Geschäftsführer der Stadtwerke Eschwege, als auch Wolfgang Grunewald von den Stadtwerken BSA. „Es gibt eine Differenz von 16,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr“, sagt Lecke auf Anfrage. In Bad Sooden Allendorf wird noch mal nach verschiedenen Kundengruppen differenziert. Hier liegen die Einsparungen deshalb zwischen 20 und 30 Prozent.

Differenzierung ist schwierig

Für alle Statistiken gelte: Ob der Minderverbrauch am Einsparwillen der Verbraucher oder an der Witterung liege, könne man nicht differenzieren. Oktober und November waren in Eschwege beispielsweise in diesem Jahr wärmer als 2021. Im Oktober waren es 12,6 Grad statt 9,6 im Vorjahr, im November 6,7 statt 5,5 Grad. Kälter ist in diesem Jahr hingegen der Dezember. 2021 waren es in der Kreisstadt 3,2 Grad im Mittel, bis zum 23. Dezember waren es in diesem Jahr durchschnittlich -0,4 Grad.

Auch für die Strommenge zeichnen sich bislang nur Tendenzen und noch keine endgültigen Ergebnisse ab. Die gibt es endgültig erst im Januar. In Bad Sooden-Allendorf ist der Stromverbrauch nach Angaben der Stadtwerke unter Vorbehalt zwischen fünf und zehn Prozent gesunken. In Eschwege wurden bis Ende Dezember rund zehn Prozent weniger verbraucht.

Von Tobias Stück

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