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Energieversorger und Hilfsdienste sind auf möglichen Stromausfall vorbereitet

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Von: Tobias Stück

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Ein Blackout ist ein großflächiger Stromausfall. Er betrifft eine große Anzahl von Menschen gleichzeitig. Ein solcher Stromausfall entsteht, wenn das Stromnetz aus dem Gleichgewicht gerät.
Ein Blackout ist ein großflächiger Stromausfall. Er betrifft eine große Anzahl von Menschen gleichzeitig. Ein solcher Stromausfall entsteht, wenn das Stromnetz aus dem Gleichgewicht gerät. © Gießener Allgemeine; Fotomontage: PM, pv

Werra-Meißner – Aus Angst vor Gasmangel steigen manche Verbraucher auf elektronische Heizgeräte um. Die belasten das Stromnetz zusätzlich. Verschiebt sich dadurch das Risiko hin zu einem Strommangel oder gar zu einem sogenannten Blackout? „Nein“, sagt beispielsweise der Geschäftsführer der Stadtwerke der Kreisstadt Eschwege, Markus Lecke, aus Hessisch Lichtenau.

„Unsere Netze sind stabil und gut ausgebaut. Wir haben in der Vergangenheit viel in sie investiert.“

Anlass für die Blackouts, schreibt die Bundesregierung, sind in der Regel schlechte Wetterbedingungen wie Stürme, Gewitter oder auch heftiger Schneefall: Strom- oder Hochspannungsleitungen werden beschädigt oder zerstört. Ein längerer und flächendeckender Stromausfall ist die Folge. Aber auch ein punktuell zu hoher Stromverbrauch kann zu einem Stromausfall führen: Beispielsweise, wenn viele Haushalte Heizlüfter oder Elektroheizungen nutzen, um in der aktuellen Situation Gas zu sparen.

Als nicht sinnvoll beschreibt ein Elektriker den Einsatz von Heizlüftern zur Wärmegewinnung. „Allein schon aus Kostengründen“, sagt der Eschweger. Um eine Kilowattstunde Energie zu erzeugen, kostet das mit Heizöl derzeit 16 Cent, mit Gas weniger als zehn Cent, rechnet er vor. Eine Kilowattstunde Strom koste derzeit etwa 34 Cent. „Wirtschaftlich ist das kontraproduktiv.“

Sollte es zu einem Blackout kommen, haben die Stadtwerke im Kreis erst mal einen Batteriepuffer. Der wird aber nicht lange halten. Spätestens nach einer Woche ist der Puffer aufgebraucht. „Wir selbst erzeugen zu wenig Strom, um das Defizit auszugleichen“, sagt Lecke für die Stadtwerke Eschwege. Erste Anlaufstelle bei einem langfristigen Stromausfall sind die Feuerwehren, die es fast in jedem Dorf gibt und die eine Notstromversorgung einrichten. Anschließend greift das Technische Hilfswerk ein, das pro Standort über mehrere Generatoren und Dieselvorräte verfügt. „Sollte unser Stromnetz nicht sabotiert werden, müssen wir uns aber vor einem Blackout kaum fürchten“, sagt Lecke.

Was ist ein Blackout?

Ein Blackout ist ein großflächiger Stromausfall. Er betrifft eine große Anzahl von Menschen gleichzeitig. Ein solcher Stromausfall entsteht, wenn das Stromnetz aus dem Gleichgewicht gerät: In das Netz muss immer genauso viel Strom eingespeist werden, wie entnommen wird. Wenn mehr Strom aus dem Netz entnommen wird, als ankommt, kann das Netz zusammenbrechen: Der Strom fällt aus. 2020 mussten deutsche Haushalte im Schnitt 10,73 Minuten ohne Strom auskommen. 

Von Tobias Stück

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