Blueliners Werratal sind entsetzt über das Aus der Huskies

Damals war noch alles in Ordnung: Die Mitglieder der Blueliners Werratal besuchen ein Spiel der Kassel Huskies. Archivfoto: Demmer

Witzenhausen. „Trauriges Entsetzten“ hat Donnerstagnachmittag bei den Mitgliedern der Blueliners Werratal geherrscht, dem regionalen Fanclub der Kassel Huskies.

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So beschreibt ihr Vorsitzender Stephan Göbel aus Witzenhausen die Stimmung, nachdem das Aus für die Kassel Huskies festgestanden hat.

Auf den Homepages der Huskies und der HNA hielten sie sich am Donnerstag auf dem Laufenden, als über das Ende des Eishockeyclubs im Oberlandesgericht Köln entschieden wurde.

„Wir haben nicht Händchen gehalten, wie am Sterbebett. Das wäre Makaber“, sagt Göbel. „Aber wir haben uns doch telefonisch ausgetauscht.“ Viel Hoffnung hatte der Fanclub in Geschäftsführer Dr. Fritz Westhelle und seine Verhandlungen mit der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) gelegt. „Ich hatte immer das Gefühl, mit Westhelle arbeitet jetzt jemand bei den Huskies, der die Sache der DHL näherbringt.“

Doch die DEL gab den Huskies keine Chance. „Sie ist auf keine Kompromisse eingegangen. Sie hat halsstarrig reagiert“, sagt Göbel. In den Statuten stünde doch nicht nur, dass man einen Club bei Insolvenz ausschließen kann. Darin stünde auch, dass sich die DEL um das Wohlergehen der Clubs kümmern soll.

Amateure unterstützen

Die Blueliners Werratal werden bestehen bleiben, sagt Göbel. Genaueres wollen die Mitglieder aber noch besprechen. Vielleicht unterstützen sie in Zukunft eine Kasseler Amateurmannschaft, die in der Hessenliga antritt. Doch ob überhaupt noch Geld für die Eisfläche in der Eissporthalle Kassel ist, sei fraglich. Sympathien gebe es auch für die Harzer Wölfe Braunlage und den Hannover Indians. Deren Spiele wollen die Blueliners Werratal vielleicht besuchen.

Zu den Spielen der ersten Liga werden sie nicht mehr fahren. „Die DEL sieht nicht einen Pfennig von uns“, versichert Göbel. Auch von den Vereinen, die in der ersten Liga spielen und ihr fehlendes Engagement für die Huskies sei er enttäuscht.

Nächste Woche ist eigentlich das alljährliche Sommerloch für die Eishockey-Fans beendet. Doch jetzt herrscht erste einmal Leere. Die Blueliners Werratal werden eine Krisen-Sitzung einberufen.

Der Club dient auch dem Vergnügen, sagt Göbel. Es hänge also nicht alles an den Huskies. Die Mitglieder füllen zum Beispiel immer gemeinsam einen Lottoschein aus, sobald der Jackpot über zehn Millionen fasst. „Wenn wir gewinnen - Vielleicht können wir noch was retten“, sagt Göbel und lacht. Das sei halt eine Traumwelt.

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