Brandschützer wollen mit Salami-Verkauf Jugend unterstützen

Werra-Meißner. Sowas hat es noch nie gegeben: Ab Montag gibt es in den Edeka-Märkten im Werra-Meißner-Kreis eine Feuerwehr-Wurst zu kaufen. Mit dem Erlös soll die Jugendarbeit unterstützt werden.

Ausgedacht haben sich diese Idee Werner Bähr und Harald Popp vom Landesfeuerwehrverband Hessen. Sie waren auf der Suche nach einem Weg, die Jugendfeuerwehren in Hessen zu unterstützen. „Die Wurst entstand dann aus einer Laune heraus“, sagt Bähr. Schnell seien der restliche Verband und auch Edeka überzeugt gewesen. Das Unternehmen wird die Wurst in ihrer Fleischerei in Melsungen produzieren. „Wir hoffen, bis Mai zwischen 20.000 und 40.000 Würste zu verkaufen“, gibt Bähr das Ziel bekannt. Pro Wurst gehe ein Euro an die Anfang dieses Jahres gegründete Feuerwehrstiftung, die das Geld dann an verschiedene Jugendfeuerwehren im Land verteilt. Die müssen sich zuvor mit dem Projekt, für das sie finanzielle Unterstützung anfordern, bei der Stiftung bewerben. Gute Chancen haben zum Beispiel Initiativen, die sich mit der Mitgliederwerbung oder -stärkung auseinandersetzen.

Die Wurst selbst ist eine Salami, die „nicht langweilig schmecken wird“, verrät Bähr. Er und die weiteren Präsidiumsmitglieder haben diese verkostet und auch über die Verpackung entschieden: Die Wurst ist eine Art Stracke, aber in weich, die in einem roten Darm verarbeitet wird - „damit man gleich sieht, dass es sich um die Feuerwehr-Wurst handelt“, erklärt er das Vorhaben. Zudem ist die mit einem Emblem der Feuerwehr versehen, aus dem ersichtlich wird, dass ein Euro pro Wurst an die Jugendarbeit geht.

Pause im Sommer 

Während der Sommermonate wird die Wurst dann aus den Fleischereien verschwunden sein. „Da ist es dann zu warm, die Menschen kaufen dann lieber Grillfleisch“, sagt Bähr. Sollte sich die Feuerwehr-Salami bis dahin aber gut verkaufen, stehen die Chancen recht gut, „dass es sie ab Herbst wieder geben wird“, verrät das Mitglied des Präsidiums des Landesfeuerwehrverbandes.

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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