100. Geburtstag von Sophie Scholl

Brief an Sophie Scholl: 9-Jährige aus Eschwege gewinnt bei bundesweitem Wettbewerb

Wäre morgen 100 geworden: Widerstandskämpferin Sophie Scholl (1921-1943). Die Initiative „Offen für Vielfalt“ und die „Weiße Rose Stiftung“ aus München veranstalteten anlässlich ihres Geburtstags einen Schreibwettbewerb.
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Widerstandskämpferin Sophie Scholl (1921-1943) wäre in diesem Monat 100 Jahre alt geworden. Die Initiative „Offen für Vielfalt“ und die „Weiße-Rose-Stiftung“ aus München veranstalteten anlässlich ihres Geburtstags einen Schreibwettbewerb.

Anlässlich des 100. Geburtstages von Sophie Scholl wurde von einer Kasseler Initiative und Münchener Stiftung ein Schreibwettbewerb ins Leben gerufen. Eine Gewinnerin kommt aus Eschwege.

Eschwege – Mit sehr persönlichen Briefen und Gedichten an Sophie Scholl haben sich Schüler aus zahlreichen Bundesländern am Schreibwettbewerb der in Kassel ansässigen Initiative „Offen für Vielfalt – Geschlossen gegen Ausgrenzung“ und der Weiße-Rose-Stiftung München beteiligt. Mehr als 100 Einsendungen von Schülern aus 27 Schulen aus ganz Deutschland wurden eingereicht.

Die neunjährige Christina von der Eschweger Geschwister-Scholl-Schule (GSS) hat einen Sonderpreis gewonnen.

200 Schulen in Deutschland erinnern mit Namen an die Scholl-Geschwister

In Deutschland erinnern rund 200 Schulen mit ihrem Namen an die Geschwister Hans und Sophie Scholl. Sophie Scholl wäre am 9. Mai dieses Jahres 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass wurde der bundesweite Schreibwettbewerb ins Leben gerufen.

Aus den über hundert Briefen die fünf besten zu küren, fiel der Jury (Regierungspräsident Herman Josef Klüber, Jacqueline Weil vom Archiv der deutschen Frauenbewegung, Linus Bubel, Schulsprecher der Walther-Lübcke-Schule Wolfhagen, sowie Maximilian Zindel von der Initiative „Offen für Vielfalt“ und Hildegard Kronawitter, Vorsitzende der Weiße-Rose-Stiftung München) nicht leicht, wie der Veranstalter berichtet.

Mit diesem Brief gewann die neunjährige Christina aus Eschwege bei dem Wettbewerb einen Sonderpreis.

Die ausgezeichneten Briefe wurden gemäß dem Alter der Verfasser in die Jahrgangsgruppen 2000 bis 2003, 2004 bis 2005, 2006 bis 2008 sowie 2009 bis 2011 eingeteilt. Zudem wurde bei der Online-Preisverleihung ein Sonderpreis an den Nachwuchs der Jahrgangsgruppe 2012 vergeben.

Authentischer Schreibstil überzeugt die Jury

Dieser Sonderpreis ging an Christina von der GSS in Eschwege. Als eine der jüngsten Teilnehmerinnen hat sie laut Jurymitglied Max Zindel durch ihren authentischen Schreibstil und eine künstlerische Ausgestaltung des Briefes gezeigt, dass sie sich mit dem Leben und dem Schicksal von Sophie Scholl beschäftigt hat.

„Es ist sehr traurig, dass man damals nicht die Wahrheit sagen durfte. Zum Glück ist es heute nicht mehr so und man darf seine Meinung sagen“, würde sie Sophie Scholl gerne mitteilen. Um die Briefe zu würdigen, findet in den Eingangsbereichen der GSS eine Ausstellung statt, die bei allen auf großes Interesse stößt. Schulleiterin Anja Wagner, die mit ihrer vierten Klasse ebenfalls am Schreibwettbewerb teilnahm, war beeindruckt von den Briefen der Kinder.

„Liest man diese Briefe, so zeigt sich, wie sensibel schon Grundschulkinder auf das Thema Ausgrenzung reagieren. “ ts

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