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Brot und Speck für Bedürftige in Bad Sooden-Allendorf spendiert

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Freudestrahlende Gesichter: Andreas Loehnert (von links), Timo Deichmeier, Helga Finger, Surhau Attalay, Silvia Groß und Wolfgang Frühauf bei der Brot- und Speck-Spende.
Freudestrahlende Gesichter: Andreas Loehnert (von links), Timo Deichmeier, Helga Finger, Surhau Attalay, Silvia Groß und Wolfgang Frühauf bei der Brot- und Speck-Spende. © Chris Cortis

Bernhard-Waldis-Stiftung setzte Tradition in Bad Sooden-Allendorf fort

Bad Sooden-Allendorf – Miteiner Spende von Brot und Speck an Bedürftige hat die Bernhard-Waldis-Stiftung eine schöne vorweihnachtliche Tradition in Bad Sooden-Allendorf fortgesetzt.

An der Aktion am Mittwoch beteiligt war auch der örtliche Sozialkreis, der aus eigener Tasche literweise Speiseöl finanzierte, um es an solche Menschen abzugeben, die sich aus unterschiedlichen Gründen fleischlos ernähren. Knapp 2000 Euro investierte die Stiftung, um die Lebensmittel an 62 Haushalte mit insgesamt 145 bedürftige Personen zu verteilen. Unterstützt von Helga Finger und Silvia Groß (beide Sozialkreis) brachten für die Stiftungsverwaltung Wolfgang Frühauf und dessen angehender Kollege in diesem Gremium, Andreas Loehnert, 100 Weißbrote, 45 Graubrote und 27 Portionen Speck an Mann oder Frau. Jeder von ihnen durfte sich obendrein über eine Spende von 10 Euro freuen.

Zeitweise standen die Bedürftigen Schlange vor dem Café International, das bei den Kleiderstuben in der Rhenanus-Schule angesiedelt ist. Die Brot- und Speck-Spende geht auf den reichen Pfänner und Großgrundbesitzer Bernhard Waldis zurück. Wiederholt Bürgermeister der Stadt, war er einst zu Wohlstand gekommen auch als Besitzer der Siedepfannen, in denen aus Sole das „weiße Gold“ Salz gewonnen wurde. In seinem Testament aus dem Jahr 1564 hatte er verfügt, dass der zwölfte Teil seiner Pfanneneinkünfte für Almosen bestimmt sei.

Ab 1939 war die Brot- und Speckverteilung eingestellt und erst 1951, also sechs Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, wieder aufgenommen worden. Wegen des steigenden Wohlstands im Nachkriegsdeutschland gab es ab 1968 nochmals eine Pause, diesmal sogar von 40 Jahren.

Bei der Wiederaufnahme der Tradition hielten gerade mal zehn Bedürftige die Hand auf. Am Mittwoch waren es beinahe 15 Mal so viele. Eine Zahl, die zu denken gibt. (Chris Cortis)

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