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Brückenbauarbeiten auf B 249 bei Niederhone starten Montag

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Von: Tobias Stück

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Hier kommt es ab Montag zu Behinderungen: Zur Vorbereitung der Bauarbeiten wird es auf der B 249 Tagesbaustellen geben. Die Höchstgeschwindigkeit wird auf 50 Stundenkilometer heruntergesetzt.
Hier kommt es ab Montag zu Behinderungen: Zur Vorbereitung der Bauarbeiten wird es auf der B 249 Tagesbaustellen geben. Die Höchstgeschwindigkeit wird auf 50 Stundenkilometer heruntergesetzt. © Julia Stüber

Auf der B 249 wird es zwischen dem Weidenhäuser Kreuz und dem Eschweger Stadtteil Niederhone in den kommenden zwei Jahren zu Behinderungen kommen.

Niederhone – Das berichtet Hessen Mobil. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zur Verkehrsführung, den Behinderungen und den Bauarbeiten.

Ab wann kommt es zu Einschränkungen für die Verkehrsteilnehmer?

Am Montag, 18. Juli, beginnt die „grundhafte Instandsetzung der zweiten Unterführung“ in Richtung Weidenhausen. „Die Bauarbeiten sind notwendig, um auch in Zukunft die Verkehrssicherheit der Brücke zu erhalten“, sagt Unternehmenssprecherin Jana Gutsche. Bereits ab Montag, 11. Juli, wird es temporäre Tagesbaustellen geben, um vorbereitende Arbeiten ausführen zu können. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit wird auf 50 Stundenkilometer festgesetzt.

Kommt es zu Sperrungen, Ampelschaltungen oder Umleitungen?

Die Brücke wird während der gesamten Bauzeit befahrbar sein, allerdings kommt es zu Fahrbahnverengungen. Pro Fahrtrichtung wird den Verkehrsteilnehmern während der gesamten Maßnahme ein Fahrstreifen zur Verfügung stehen, sodass der Verkehr nicht per Ampelschaltung geregelt werden muss, heißt es vonseiten Hessen Mobils. Möglich wird das, weil die Brücke in Niederhone aus insgesamt zwei Teilbauwerken besteht. Das biete während der Bauzeit die Möglichkeit, den komplette Verkehr über die jeweils andere Hälfte zu führen.

Was muss überhaupt gemacht werden?

Brücken in Hessen unterliegen einem engmaschigen Kontrollsystem, damit Schäden und Beeinträchtigungen frühzeitig entdeckt werden. Alle sechs Jahre erfolgt eine Hauptprüfung und alle drei Jahre eine Zwischenprüfung. An dieser Brücke werden Verstärkungsmaßnahmen ausgeführt. Die Länge des Bauwerks beträgt rund 56 Meter. Auf zusätzlichen rund 60 Metern erfolgt eine Straßenangleichung, sodass sich die Gesamtmaßnahme auf eine Länge von fast 120 Metern erstreckt.

Wie sieht der konkrete Ablauf aus?

Die grundhafte Instandsetzung beginnt mit dem Betonabbruch der Brückenüberbauten und Brückenunterbauten. Dabei handelt es sich beispielsweise um die Widerlager und Pfeiler. Anschließend folgt ein Teilneubau der sogenannten Überbaukragarme, die ein wichtiger Bestandteil des Bauwerkes in Sachen Statik sind. Gleichzeitig finden Betonersatzarbeiten statt. Die geschädigten Brückenübergangskonstruktionen werden ersetzt. Ihre Aufgabe ist es, die Verformungen des Brückenüberbaus, die beispielsweise aus Temperaturschwankungen und der Verkehrsbelastung entstehen, gegenüber den Brückenenden auszugleichen. Neu hergestellt werden die Brückenabdichtung, Gehwegkappen und die Geländer. Im Anschluss daran kann die Brücke neu asphaltiert werden.

Welche Überraschungen könnten auftreten?

„Die Sanierung von Brücken stellt stets eine große Herausforderung dar, denn kein Bauwerk ist gleich“, sagt Gutsche. Oftmals ergeben sich erst im Laufe der Bauzeit, beispielsweise, wenn man die Brücke abbricht und den realen Zustand des Inneren erkennt, neue Probleme. Dafür müssen Lösungen gefunden werden. Die Bauarbeiten sind demnach ständig dynamisch und dadurch sehr komplex.

Wann werden die Bauarbeiten abgeschlossen sein?

Die Arbeiten an der Unterführung werden rund zwei Jahre dauern und somit voraussichtlich im Sommer 2024 abgeschlossen.

Sind die beiden Baustellen auf der B 27 zwischen Weidenhäuser Kreuz und Bad Sooden-Allendorf auch bald fertig?

Die Arbeiten liegen voll im Zeitplan. Trotz der Probleme mit Baumaterial sollen die beiden Baumaßnahmen im September abgeschlossen werden.

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