Einzige im Werra-Meißner-Kreis

Brüder-Grimm-Schule als digitale Schule ausgezeichnet

Engagieren sich für eine digitale Schule: (von links) Die Lehrer Dirk Rudolph, Tobias Graf und Sven Zuber von der Brüder-Grimm-Schule.
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Engagieren sich für eine digitale Schule: (von links) Die Lehrer Dirk Rudolph, Tobias Graf und Sven Zuber von der Brüder-Grimm-Schule.

Ob Tablets, Mikrofone oder Bildschirme: Für die Lehrer und Schüler der Brüder-Grimm-Schule gehört das digitale Arbeiten im Unterricht einfach dazu. Und dafür wurden sie nun auch ausgezeichnet.

Eschwege – Für die nächsten drei Jahre hat sich die Gesamtschule als digitale Schule zertifiziert – damit ist sie in diesem Jahr die einzige im Werra-Meißner-Kreis. Träger des Zertifikats ist der Verein „Mint Zukunft schaffen“.

„Wir können jederzeit im Unterricht digital arbeiten“, sagen Dirk Rudolph, Tobias Graf und Sven Zuber. Die Lehrer engagieren sich für die Digitalisierung an der Schule. So werden beispielsweise über Tablets Hausaufgaben verglichen, Arbeitsblätter digital bearbeitet oder Trickfilme im Informatik-Unterricht erstellt. Über Bildschirme, die in jedem Raum hängen, werden Vorträge präsentiert. Außerdem gibt es für die Schüler viele verschiedene Angebote in Arbeitsgemeinschaften und im Wahlpflichtunterricht, um Medienkompetenz zu erlernen.

Für den digitalen Unterricht können die Schüler ihre eigenen Tablets mitbringen. Die Schule stellt mit den sogenannten Tablet-Koffern aber auch Geräte zur Verfügung. „Wer lieber mit Buch und Heft arbeitet, kann das natürlich auch tun. Es ist keine Pflicht“, sagt Zuber.

Bereits vor dem ersten Lockdown hatten Dirk Rudolph und Lehrer Jonathan Beocanin die technischen Voraussetzungen geschaffen, um die Brüder-Grimm-Schule an das Schulportal Hessen anzuschließen. Dort können Lehrer und Schüler zum Beispiel Noten einsehen, Lerngruppen bilden und miteinander kommunizieren. „Mit der Pandemie hat sich die Arbeit dort intensiviert. Vieles war ungewohnt. Was aber von Anfang an gut lief, waren die Videokonferenzen während des Lockdowns – es gab den Schülern eine gewisse Struktur, wenn sie um 7.55 Uhr vor dem PC sitzen mussten“, sagt Rudolph.

Für die Zertifizierung als digitale Schule wurden mehrere Kriterien bewertet – so zum Beispiel die Qualifizierung der Lehrkräfte, die Ausstattung der Schule und der Zugang zur Technik. Die Brüder-Grimm-Schule erfüllte mit ihrer Bewerbung fast alle Kriterien. „Ohne die innovative Leistung des gesamten Kollegiums und die Unterstützung unserer IT-Fachleute wäre das nicht möglich gewesen“, sagen Tobias Graf und Sven Zuber.

Insgesamt seien alle Kollegen sehr offen gegenüber der digitalen Arbeit gewesen – „Sie haben viel Zeit und Kraft investiert“, sagt Rudolph, der gleichzeitig auch der Leiter des Medienzentrums in Eschwege ist. (Julia Stüber)

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