Brunnenfest: Drei Weibsen wurden getauft

Weibsentaufe: Packer Martin Stöneberg taucht Jennifer Pankratz in den Brunnen und macht sie so zur Hermannröderin. Foto: Schröter

Hermannrode. Die Weibsentaufe und die Hermann-Spiele waren die Höhepunkte des Brunnenfests in Hermannrode. Neuer Hermann ist Maik Schreiber.

Maik Schreiber ist der „Hermann des Jahres“. Bei den Hermann-Spielen, die wie in jedem Jahr den Höhepunkt des dreitägigen Brunnenfestes in Hermannrode bildeten, setzte sich Schreiber gegen sieben Konkurrenten durch. Am Ende reckte er voller stolz die Hacke in die Höhe, die er zusammen mit der obligatorischen Arbeitermütze und -jacke von seinem Vorgänger Jens Schröter überreicht bekam.

Egal ob Hammertanz, Handschuh aufpusten, Wurst-Bier-Lauf um die Kirche oder Erraten von pürierten Leckereien - Maik Schreiber war überall vorne dabei. Die lockeren Sprüche, die allen Teilnehmern trotz der Torturen über die Lippen kamen, sorgten mit dafür, dass die vielen Besucher des Brunnenfestes einen Riesenspaß hatten. Am Ende der Hermann-Spiele, die sich André Bachmann ausgedacht hatte und die von ihm auch moderiert wurden, hatte Schreiber 65 Punkte gesammelt. Ihm dicht auf den Fersen war Daniel Schröter, der es auf 63 Punkte brachte.

Das Kuriose: Ausgerechnet die Kategorie „Kampfgewicht“ hatte Schreiber den entscheidenden Vorsprung verschafft. Für seine 98 Kilogramm hatte er sechs Punkte erhalten, während Daniel Schröters 74 Kilogramm nur zwei Zähler brachten. Mit 56 Punkten und damit deutlichem Abstand auf Rang drei landete Frederik Schröter.

Aber auch die übrigen vier Teilnehmer wurden bei der Bekanntgabe des Siegers mit viel Applaus bedacht.

Das Brunnenfest hatte aber auch in diesem Jahr viel mehr zu bieten als die Hermann-Spiele. Nach dem Festgottesdienst, dem Ausgraben der Flasche und einem Disco-Abend am Freitag folgte am Samstag das erstmals wieder ins Programm aufgenommene Fußballturnier, bei dem sich das Team aus Mollenfelde den Sieg vor der Hermannröder Jugend und den Hermannröder Altherren sicherte. „Das lag vor allem daran, dass die Hermannröder etwas geschädigt vom Freitag waren“, scherzte Teilnehmer Andreas Müller. Eine große Kaffeetafel mit Unterhaltungsprogramm und das abendliche Konzert der Band „Jukebox Sixx“ komplettierten das samstägliche Programm. Dem Weckruf mit Partymusik, dem Festfrühstück und den Hermann-Spielen folgte dann am Sonntag ein weiterer Höhepunkt: Die Weibsentaufe.

Nachdem „Täufer“ Michael Stöneberg zunächst seine traditionelle Rede zur Lage der Nation gehalten hatte, wurden drei Hermannröder Neubürgerinnen unter dem Jubel der Zuschauer von „Packer“ Martin Stöneberg in den Brunnen getaucht.

Mit dem Eingraben der Flasche ging anschließend ein Fest zu Ende, mit dessen Verlauf auch in diesem Jahr wieder alle Beteiligten mehr als zufrieden gewesen sein dürften. (per)

Brunnenfest in Hermannrode

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