1. Startseite
  2. Lokales
  3. Witzenhausen

Buch über die Werra geht in zweite Auflage: Privater Spender ermöglicht Druck

Erstellt:

Von: Emily Spanel

Kommentare

Dichterin und Autorin Sandra Blume hat ein Buch über die Werra verfasst – eine Flussbiografie. Die letzte Lesung des Jahres findet in Heldra statt. Archiv
Dichterin und Autorin Sandra Blume hat ein Buch über die Werra verfasst – eine Flussbiografie. Die letzte Lesung des Jahres findet in Heldra statt. Archiv © Jessica Sippel

Werra-Meißner – Nur zweieinhalb Monate nach Erscheinen der Flussbiografie „An der Biegung des Flusses – ein Buch über die Werra“ (wir berichteten) waren die 1200 Exemplare der Erstauflage beim Mitteldeutschen Verlag Mitte November vergriffen.

Doch aufgrund der stark gestiegenen Produktionskosten war eine zweite Auflage – trotz des Erfolgs des Buches und der ungebrochenen Nachfrage – in der aktuellen Krisensituation für den Verlag nicht realisierbar.

Nun aber hat sich das Blatt gewendet. Bei einer zufälligen Begegnung der Autorin Sandra Blume auf dem Weihnachtsmarkt erfuhr der vom Buch begeisterte Eisenacher Unternehmer Shpetim Alaj von der Situation und erklärte sich spontan bereit, den Verlag mit einem Zuschuss zu den Herstellungskosten in vierstelliger Höhe zu unterstützen und so eine zweite Auflage zu ermöglichen. Weitere 1000 Exemplare werden in den nächsten Wochen in den Druck gehen und voraussichtlich ab Januar 2023 verfügbar sein. In den Buchhandlungen sind die Bücher der Erstauflage bislang noch vorrätig. „Ich bin von Herzen dankbar für dieses überraschende Wunder in der Vorweihnachtszeit. Es ist toll, dass es Menschen wie Shpetim Alaj gibt, dem unsere Region und unser Fluss so sehr am Herzen liegt, dass er hier helfend eingesprungen ist“, sagt Autorin Sandra Blume voller Freude.

Elf Lesungen mit über 500 Gästen

„Elf Lesungen mit über 500 wunderbaren Gästen durfte ich seit Anfang September bis heute in den Dörfern und Städten entlang der Werra halten. Ich las am Flussufer, in Kirchen, in Bibliotheken, Gemeindesälen und Pfarrhäusern. Die Musik dazu ertönte mal auf historischen Instrumenten, mal auf der Gitarre, der Querflöte, der Orgel und auf dem Klavier. Allen gemeinsam war das Engagement der Organisatoren, die mich eingeladen und die Veranstaltung mit viel Liebe zum Detail vorbereitet hatten“, sagt Sandra Blume. Es waren die Bücher, die weggingen wie warme Semmeln; es war „diese wunderbare Welle der Zuneigung und Wertschätzung des Publikums für das Buch und den Fluss“, so die Autorin, die mit einer sehr großen Dankbarkeit auf diese letzten Wochen zurückblickt.

Auch Roman Pliske, Geschäftsführer des Mitteldeutschen Verlages, ist dankbar: „Das war die beste Nachricht für den Verlag in diesen Wochen. Wir hätten dieses sehr erfolgreiche Buch gern sofort in der zweiten Auflage drucken wollen. Ohne die Spende wäre das aber nur zu einem sehr viel höheren Ladenpreis möglich gewesen, und es hätte sich dann voraussichtlich deutlich schwerer verkauft.“

Letzte Lesung in Heldra

Das Buch erscheint auch in der 2. Auflage als hochwertige gebundene Ausgabe und kostet weiterhin 25 Euro.

Termin: Am 17. Dezember um 17 Uhr gibt es in Heldra in der Pension Kleegarten die letzte Lesung in diesem Jahr. Weitere Lesungen für das kommende Jahr sind bereits angefragt.  

Mehr zum Buch und zur Autorin unter herzhuepfen.com oder unter mitteldeutscherverlag.de.

Auch interessant

Kommentare