SPD-Stadtverordnetem wird Vorsatz unterstellt

Bündnis übt erneut Kritik an Otto Baumann

Witzenhausen. Erneut muss sich der Witzenhäuser SPD-Stadtverordnete Otto Baumann Kritik des Bündnisses gegen Rechtsextremismus „Bunt statt Braun“ im Werra-Meißner-Kreis gefallen lassen.

In einer Erklärung werfen ihm die Bündnis-Mitglieder Lothar Dietrich, Andreas Heine, Ramiz Arifi und Wolf von Bültzingslöwen Vorsatz beim wiederholten Umgang mit Rechtsextremisten vor, die er wissentlich in der Reservisten-Marschgruppe Hürtgenwald dulde. Baumann leitet die Gruppe.

Durch die letzten Berichterstattungen in der HNA fühlen sich die Bündnis-Mitglieder in ihrer Kritik bestätigt, die sie bereits im Juni geäußert hatten. „Herr Baumann sieht demnach kein Problem darin, Rechtsextreme gegen die wegen rechter Schmierereien ein staatsanwaltliches Ermittlungsverfahren läuft, in seiner Marschgruppe zu dulden“, heißt es in der Erklärung. Dabei habe Baumann von den Vorwürfen gegen Neonazi Roman W. wissen müssen, da er ihn als Anwalt anfangs in dem Ermittlungsverfahren vertreten hatte. Unverständlich sei, dass Baumann das Gegenteil behauptet hatte.

„Es ist schon erschreckend, wie oft Herr Baumann rote Linien überschreitet“, stellen die Bündnis-Mitglieder fest und weisen auch auf den Versand eines Artikels aus einer rechtsextremen Zeitschrift hin. „Da er Rechtsanwalt ist, können wir ihm nicht mildernd Dummheit oder Leichtfertigkeit unterstellen, sondern müssen von Vorsatz ausgehen.“ (clm)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.