Polizei und Behörde: Frist für Straffreiheit läuft morgen ab

Bürger geben zehn schwarze Waffen ab

Werra-Meissner-Kreis. Wenige Einwohner des Werra-Meißner-Kreises haben sich von illegalen Schusswaffen getrennt. Bei der Polizei und in der Kreisverwaltung wurden in den vergangenen Monaten zehn Gewehre, Revolver und Pistolen abgegeben.

Nach dem Amoklauf eines 17-jährigen Schülers im März im baden-württembergischen Winnenden trat Ende Juli ein verschärftes Waffengesetz in Kraft. Gleichzeitig wurde eine befristete Amnestie-Regelung für illegale Waffen eingeräumt. Das heißt: Bis zum Jahresende können Schusswaffen, für die die Besitzer keine Erlaubnis haben, straffrei bei den Waffenbehörden und der Polizei abgegeben werden.

Höchstens zehn Waffen seien bei ihm abgegeben worden, erklärte auf Anfrage Volker Strube vom Fachdienst Jagd-, Fischerei- und Waffenwesen beim Landkreis. Eingerechnet sind bereits jene, die die Polizei in Empfang nahm. In erster Linie handelte es sich um Gewehre, Büchsen und Flinten, die vor 1973 noch genehmigungsfrei waren und erst danach angemeldet werden mussten, sowie um Waffen, für die es keine Munition mehr gibt und die keinen Wert mehr haben.

Auf dem Dachboden entdeckte manch einer Munition und gab sie in der Waffenbehörde ab, zum Teil auch ohne zugehörige Waffe. Waffen und Munition werden von der Polizei übrigens vernichtet.

Strube verwies auf die Möglichkeit, dass illegale Waffen auch Jagdschein- und andere Berechtigten hätten überlassen werden können, die diese dann der Behörde einfach meldeten.

Heute und morgen können „schwarze Waffen“ noch bei der Polizei abgegeben werden. Aber auch bis Ende Januar will Volker Strube ein Auge zudrücken und auf ein Ordnungswidrigkeitsverfahren verzichten, wenn er illegalen Waffen erhält: „Das ist besser, als wenn sie weiter zu Hause schlummern.“ Hintergrund

Von Stefan Forbert

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