Bürgermeister ruf zum Mitmachen auf – Satzung steht bereits

Bürgermeister Brill will jetzt Hundeverein in Meinhard gründen

Ein kleiner Hund sitzt auf der Wiese, vor ihm liegt eine Hundekottüte
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Meinhard will das Problem mit dem Hundekot in den Griff bekommen. Jetzt soll eine Interessengemeinschaft gegründet werden.

Ein zu gründender Hundeverein soll in der Gemeinde Meinhard alle Interessengruppen ins Boot holen. Anlass ist das Thema Hundekot. Auf den Aufruf des Bürgermeisters hat bisher niemand reagiert.

Grebendorf – Mit seiner Anordnung, in der Gemeinde Meinhard sämtliche Müllkorbe entfernen zu lassen, weil darin Hundekottüten entsorgt worden sind, hat Meinhards Bürgermeister Gerhold Brill für reichlich Wirbel in seiner Kommune gesorgt. „Damit haben wir Bewegung in das Thema gebracht“, sagt er heute. Doch nach erbitterten Diskussionen zwischen Hundebesitzern und hundelosen Menschen um das Thema Hundekot hat die Gemeinde nun 30 Hundetoiletten angeschafft und nun soll Schritt drei folgen.

Bürgermeister Brill will einen Verein – die IG Hundefreunde – gründen. Dazu ruft er vor allem die Besitzer der rund 500 in Meinhard gemeldeten Vierbeiner auf, mitzumachen. Eine Satzung hat er bereits entwickelt. Darin sei unter anderem auch die Leinenpflicht geregelt. Eine Resonanz auf seinen öffentlichen Aufruf für die IG Hundefreunde gab es bisher nicht – weder positiv noch negativ.

Hundethema soll diskutiert werden

„Es geht darum, dass Thema Hunde zu diskutieren“, sagt Brill. Zum einen solle dadurch vermieden werden, dass Hundebesitzer unter Generalverdacht in puncto liegengelassener Hundekot kommen. Zum anderen setzt Brill auf einen selbsterziehrischen Effekt. „Ich möchte, dass Hundebesitzer, die sich ordentlich verhalten, diejenigen ansprechen, die es nicht tun.“ Der Bürgermeister setzt dabei auf anzustoßende Entwicklungsprozesse.

Dafür will er den Hundebesitzern aber auch was anbieten. Zum einen wolle er Mittel für den Verein zur Verfügung stellen, aber auch andere Angebote wie eine Hundespielwiese, Kontakt zum Eschweger Tierheim etc. seien denkbar.

Bauhof hat im Januar über 100 Müllkörbe abgebaut

Im Januar hatte der Bauhof über 100 Müllkörbe abgebaut und zunächst eingelagert. Denn nicht nur die Bauhofmitarbeiter hatten beim Leeren der Körbe oft in halb zersetzte Kottüten gefasst, auch dem Bürgermeister persönlich war dieses widerfahren. Nach einem Sturm der Entrüstung in seiner Gemeinde hat die nun 30 Hundetoiletten für 10 000 Euro gekauft, die kommenden Woche installiert werden sollen. Und auch die Rückkehr der zum Teil überarbeiteten, zum Teil neuen Müllkörbe kündigte er für die Zeit nach den Osterfeiertagen an. Von Stefanie Salzmann

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