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Bürgermeister Dirk Oetzel blickt auf die ersten Monate im Amt zurück

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Von: Wiebke Huck

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Einfach mal machen: Hessisch Lichtenaus Bürgermeister Dirk Oetzel vor dem Rathaus. Er zeigt seinen Leitspruch, der seit Kurzem in seinem Büro direkt gegenüber der Eingangstür hängt.
Einfach mal machen: Hessisch Lichtenaus Bürgermeister Dirk Oetzel vor dem Rathaus. Er zeigt seinen Leitspruch, der seit Kurzem in seinem Büro direkt gegenüber der Eingangstür hängt. © Wiebke Huck

Ein persönliches Gespräch mit jedem Mitarbeiter aus der Verwaltung und den städtischen Einrichtungen. Das hatte sich Dirk Oetzel, seit 1. August Bürgermeister von Hessisch Lichtenau, zu Beginn seiner Amtszeit vorgenommen.

Hessisch Lichtenau – Jetzt, fast fünf Monate später, hat er bereits mehr als 100 solcher Gespräche geführt. Das, so Dirk Oetzel, sei wichtig, sowohl für ihn als auch für die Mitarbeiter. „Wir haben uns kennengelernt, konnten Hoffnungen und Erwartungen an die künftige Zusammenarbeit austauschen und es gab für jeden die Chance anzusprechen, was ihm oder ihr auf dem Herzen liegt.“

Zum Jahresende wirft Oetzel einen Blick zurück auf die ersten Monate im Bürgermeisteramt. „Es war eine turbulente Zeit“, sagt er. Gerade die ersten Tage seien sehr aufregend gewesen, er habe viele positive Worte zu hören bekommen, aus der Verwaltung, aber auch von Bürgern aus Hessisch Lichtenau, denen er auf der Straße begegnete. Aber: die Erwartungen an ihn seien hoch, das wisse er genau.

„Meine Tür steht immer offen“, betont Oetzel. Ein gutes Verhältnis, sowohl untereinander in der Verwaltung als auch mit den Fraktionen und Mitgliedern von Magistrat und Stadtverordnetenversammlung sei ihm ein besonderes Anliegen.

Eine seiner ersten Aufgaben sei es gewesen, einen Verwaltungsstab für den Notfall einzurichten. „Vom ersten Tag meiner Amtszeit begleitete mich das Thema Krise, der Krieg in der Ukraine ist allgegenwärtig, die Energiekrise fast täglich Thema.“ Zusammen mit der Feuerwehr stand darum gleich zu Beginn für den neuen Bürgermeister das Erstellen eines Leitfadens für den Notfall an – wo gibt es in Hessisch Lichtenau sogenannte Leuchttürme oder Wärmeinseln, was muss dafür organisiert werden und wie können sich die Lichtenauer auf so eine Situation vorbereiten?

Ein weiteres Thema, das Dirk Oetzel vom ersten Tag auf dem Bürgermeisterstuhl beschäftigt, ist die Kinderbetreuung in Hessisch Lichtenau und den dazugehörigen Stadtteilen. Noch nicht alle Kinder, die ab August des kommenden Jahres einen Kita-Platz bräuchten, seien versorgt, so Oetzel. Darum soll eine Übergangskindertagesstätte eingerichtet werden. Schon im Frühjahr könnte dort in zwei altersübergreifende Gruppen mit der Betreuung begonnen werden. Weiter stehe für Dirk Oetzel eine Überprüfung der Strukturen in der Verwaltung auf der To-do-Liste sowie die Finalisierung des Bedarfs- und Entwicklungsplans der Feuerwehren. Gefreut habe er sich, so Dirk Oetzel, der viel Wert darauf legt, ein bürgernahes Stadtoberhaupt zu sein, als er im Rathaus kurz nach Amtsantritt Besuch einer Kindergruppe bekam. „Die erste Frage war, wie lange ich noch Bürgermeister sein will, da musste ich lachen, ich hatte ja grade erst angefangen.“

Über die ersten fünf Monate seiner Amtszeit sagt Dirk Oetzel: „Es ist ein anspruchsvoller Job, aber es ist das eingetreten, was ich mir erhofft habe. Meine Aufgaben sind spannend und vielseitig, ich habe mit vielen verschiedenen Menschen zu tun, auch mit Problemen, aber für die finden wir Lösungen.“

Für 2023 stehen ganz oben die Zukunft der Innenstadt und der Zustand der Ortskerne auf dem Plan des Bürgermeisters. „Wir sind dabei ein gutes Konzept zu entwickeln, wie wir beides voranbringen können“, sagt Oetzel. Er will das Verhältnis zwischen den Stadtteilen und der Kernstadt weiter festigen, dies sei ihm als Dorfkind ein besonderes Anliegen.

Wertschätzung, Eigenverantwortung und vor allem „Machen“ sind für ihn die Worte, die im kommenden Jahr von Bedeutung sein sollen. Offen, transparent und auf Augenhöhe will er seine Aufgaben als Bürgermeister fortführen. Außerdem sollen Vereine und das Ehrenamt in Hessisch Lichtenau gestärkt werden, denn beides sei für eine funktionierende Gemeinschaft unerlässlich. (Wiebke Huck)

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