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Feuerwehr und Windkraft auf der Agenda

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Von: Emily Spanel

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Sehr gut gefüllter Saal: Interessiert waren die Weißenbörner und Rambacher an dem aktuellen Geschehen in ihrer Gemeinde. Ein „politischer Frühschoppen“ zum Meinungsaustausch ist künftig denkbar.
Sehr gut gefüllter Saal: Interessiert waren die Weißenbörner und Rambacher an dem aktuellen Geschehen in ihrer Gemeinde. Ein „politischer Frühschoppen“ zum Meinungsaustausch ist künftig denkbar. © Gemeinde Weißenborn/ nh

Themen, die Weißenborn bewegen: 50 Bürger informieren sich umfassend bei Bürgerversammlung.

Weißenborn – Rund 50 Bürger aus Rambach und Weißenborn sind der Einladung des Vorsitzenden der Gemeindevertretung Reiner Dietrich gefolgt und haben sich bei einer Bürgerversammlung über Themen informiert, die die Großgemeinde bewegen.

Die Feuerwehr

Weißenborns Bürgermeister Thomas Mäurer erläuterte die Situation der Feuerwehr anhand einer Präsentation. Die Gemeinde Weißenborn müsse die Feuerwehr nach den neuesten technischen und sicherheitsrelevanten Maßstäben und Vorgaben aufstellen.

Dazu gehört der Austausch des über 30 Jahre alten Löschfahrzeuges in ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 10 (HLF10). Dieses Fahrzeug passe nicht mehr in das in den vergangenen Jahren mehrfach umgebaute Feuerwehrgerätehaus. Somit musste auch ein neuer Standort gesucht werden. Die ersten Planungen der Freifläche sowie der Raumplanung wurden durch das Ingenieur-Büro Luther aus Eschwege angestoßen und die Förderanträge wurden fristgerecht gestellt.

Bei einer Investitionssumme für das Fahrzeug in Höhe von rund 450 000 Euro ist mit rund 110 000 Euro an Förderung von Land und Kreis zu rechnen. Bei dem Neubau werden von den im ersten Entwurf geplanten rund 3,4 Millionen Euro wohl 2,9 Millionen als Eigenkapital von der Gemeinde aufzubringen sein. „Hier sind bereits intensive Gespräche mit den Feuerwehrkameraden sowie dem Gemeindevorstand begonnen worden, um Einsparpotenziale zu finden“, sagte Thomas Mäurer. Ein wesentlich größeres Problem stelle die Ein- und Ausfahrt des neuen Feuerwehrgrundstücks dar. Die Landesbehörde Hessen Mobil sehe die „sinnvolle“ Ein- und Ausfahrt auf die Landesstraße 3300 als „nicht notwendig“ an. „Derzeit soll die gefährliche, viel zu enge und verkehrstechnisch nicht einsehbare Ein- und Ausfahrt zur Gemeindestraße ,Vor dem Loh’ laut Hessen Mobil erfolgen“, so Thomas Mäurer. Hier solle Hessen Mobil zur Einsicht bewegt werden.

Das Feuerwehrhaus

In Rambach wurde ein neuer Umkleideraum geschaffen, sodass die Schutzkleidung aus der Fahrzeughalle entfernt werden kann. Weiterhin wurden in der Fahrzeughalle sowie der Umkleide neue Heizungen installiert.

Die Wassersituation

Als weiteren Punkt sprach Thomas Mäurer die Wassersituation in der Gemeinde an. Seit jeher hat die eigene Wassermenge aus den Quellen und Tiefbrunnen ganzjährig nicht ausgereicht, um die Gesamtbevölkerung ausreichend mit Trinkwasser zu versorgen. Das hat bereits 1989 dazu geführt, dass eine Versorgungsleitung vom Sattel im Schlierbach direkt in den Hochbehälter nach Weißenborn gebaut wurde. Die Stadtwerke Eschwege haben die Betriebsführung für die Wasserversorgung übernommen. Wehmütig blickte Mäurer auf das Baujahr 1972 des Hochbehälters in Weißenborn, der vor Kurzem eine betontechnische Voruntersuchung über sich ergehen lassen musste. Das Ergebnis steht noch aus – das Ergebnis wird zwischen sanierungsfähig oder Neubau liegen.

Die Kläranlagen

Beide Ortsteile haben eine eigene Kläranlage, die aus den Jahren 1987 und 2001 stammen. Im Zuge von Untersuchungen der Fachbehörden wurde festgestellt, dass beide Kläranlagen auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden müssen. Die Arbeiten sind in den letzten Zügen. Veranschlagte Investitionen für die Gemeinde: 270 000 Euro.

Die Windkraft

Reiner Dietrich erläuterte sehr anschaulich den aktuellen Stand der Windkraftanlagen auf der Graburg auf der Gemarkung der Gemeinde Ringgau mit Grafiken und Berechnungen. Bis zu 13 Anlagen der aktuell weltweit größten Onshore-Windräder mit einer Gesamthöhe bis zu 245 Metern sind in den ausgewiesenen Vorranggebieten möglich. Drei Investoren bemühen sich derzeit um die finalen Genehmigungen beim RP in Kassel. Nach Recherchen bei den Firmen sieht es derzeit so aus, dass der Ortsteil Weißenborn von den derzeit geplanten Anlagen keinerlei Beeinträchtigung in Form von Sichtung oder Schattenschlag erwarten müsse. Der Ortsteil Rambach jedoch werde die Anlagen sehr präsent sehen können.

Der Glasfaserausbau

Als letzten Punkt auf der Tagesordnung ging der Vorsitzende Reiner Dietrich noch auf den Glasfaserausbau ein. Er wies die Teilnehmer darauf hin, dass der Glasfaserausbau durch die Firma Goetel bis in jedes Haus umgesetzt wird. Bislang seien alle Zusagen der Firma Goetel eingehalten worden.  (Emily Hartmann)

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