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Bund fördert die Sanierung des Schlosses Rothestein mit hoher Summe

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Von: Stefanie Salzmann

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Freuen sich über Bundeszuschuss: Sascha Pensky und Anika Freund-Djukic.
Freuen sich über Bundeszuschuss: Sascha Pensky und Anika Freund-Djukic. © privat/nh

Bund fördert Schloss-Sanierung mit 321 000 Euro aus Denkmalschutz-Sonderprogramm. Weitere 150.000 Euro stellt die Stiftung Denkmalschutz in Aussicht.

Bad Sooden-Allendorf – Es ist eine der eindrucksvollsten Schlossanlagen im Werratal: das Schloss Rothestein bei Bad Sooden-Allendorf. Bevor das Anwesen wieder in altem Glanz erstrahlen kann, sind zahlreiche Restaurierungsarbeiten notwendig.

Das Eigentümerpaar Djukic kann sich jetzt über einen stattlichen Zuschuss des Bundes für die Sanierung des Schlosses freuen. Wie der Haushaltsausschuss des Bundestages jetzt beschloss, wird die Sanierung von Schloss Rothestein mit einem Zuschuss von 321 000 Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes gefördert. Damit wird Rothestein als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung in dieser Förderrunde berücksichtigt. Hierfür stehen im Haushaltsjahr 2022 insgesamt 66 Millionen Euro zur Verfügung.

Die gute Nachricht überbrachte der SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Roth dem Eigentümerpaar persönlich. Roth, der sich bei einem Rundgang im Februar dieses Jahres selbst über den Zustand der Schlossanlage informieren konnte, sagt dazu: „Die Djukics hatten mich schon frühzeitig eingeladen, um mit mir über die Restaurierungspläne sowie die Vision für Rothestein zu sprechen. Es ist großartig, mit wie viel Elan hier ein Ort für Gastronomie, Kultur und Geschichtsinteressierte entstehen soll“, so Roth. Doch Herzblut allein reiche nicht aus. Die denkmalgerechte Restaurierung von Kulturdenkmälern sei vor allem auch eine finanzielle Frage. „Ich freue mich deshalb besonders, dass meine Unterstützung für Rothestein in Berlin auf offene Ohren gestoßen ist“, sagt der Abgeordnete. Damit fließe abermals eine große Summe in den Denkmalschutz im Werra-Meißner-Kreis.

Für die Region lohnt sich die Förderung gleich mehrfach. So sollen heimische Handwerksbetriebe mit der Erneuerung von Wänden, Dächern oder Geländern beauftragt werden. „Damit werden Denkmalschutz, der Tourismusstandort und das Handwerk gleichzeitig gestärkt“, sagt der Abgeordnete abschließend. Eine weitere Förderung für Rothestein über 150  000 Euro durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz wurde zudem in Aussicht gestellt.

Groß war die Freude auch bei Anika Freund-Djukic, Geschäftsführerin der Rothestein KG: „Die Förderzusage ist ein fantastischer Schritt auf unserem Weg, Rothestein zu einem Kultur- und Tourismuszentrum zu entwickeln“, sagte sie. Die Förderung hebele das private finanzielle Engagement bei der Restaurierung des Schlosses und stelle zudem auch ein immaterielles Bekenntnis zum Projekt Rothestein dar. „Diese Nachricht gibt uns Planungssicherheit für weitere umfassende Restaurierungsarbeiten an Schloss, Nebengebäuden und Außenanlagen, die noch in diesem Jahr beginnen sollen.“  (Stefanie Salzmann)

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