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Bundespolizeiorchester lässt schwierige Zeiten mit Musik vergessen

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Ein Wohltätigkeitskonzert im März hat es in Eschwege wohl noch nie gegeben: Das Bundespolizeiorchester Hannover begeisterte auf vielfache Weise.
Ein Wohltätigkeitskonzert im März hat es in Eschwege wohl noch nie gegeben: Das Bundespolizeiorchester Hannover begeisterte auf vielfache Weise. © Anna Schellhase

Am Wochenende wurde das verschobene Wohltätigkeitskonzert der Bundespolizei in Eschwege nachgeholt. Das Orchester spielte für Eschweger Familien mit geringem Einkommen.

Eschwege – „Es ist eigentlich ein Wunder, dass wir in dieser Konstellation heute hier sein können“, brachte Moderator Dirk Hillebold die Situation auf den Punkt. Nachdem das 66. Wohltätigkeitskonzert des Bundespolizeiorchesters Hannover zum vergangenen Weihnachtfest abgesagt werden musste, war die Freude am Samstagabend in der Eschweger Stadthalle umso größer.

Auch wenn einige Zuschauer erst mal verwundert dreinblickten, als das Orchester zu Beginn den Christmas-Song anstimmte und Dirk Hillebold mit Weihnachtsmütze erschien. „Ein Wohltätigkeitskonzert im März hat es in Eschwege wohl noch nie gegeben, aber es sind auch besonders schwierige Zeiten“, betonte Polizeirat Benjamin Liehr und erinnerte dabei besonders an die Situation in der Ukraine.

Das Bundespolizeiorchester Hannover unter der Leitung von Matthias Höfert schaffte es allerdings, die Zuschauer diese schwierigen Zeiten einen Moment vergessen zu lassen und in den Genuss der Musik einzutauchen. Die Musiker hatten ein breit gefächertes Repertoire im Gepäck, angefangen bei der Ungarischen Rhapsodie Nummer zwei, komponiert von Franz Liszt, über den italienischen Schlager „Volare, Cantare“ bis hin zu einem mitreißenden Queen-Medley.

Das Orchester schickte das Publikum regelrecht auf eine Gefühlsachterbahn. Die gefühlvolle Ballade „The Sound of Silence“ löste bei vielen Gänsehaut aus und beim Udo- Lindenberg-Medley fiel es schwer, die Füße still zu halten.

Matthias Höfert leitete das Orchester mit vollem Körpereinsatz fehlerfrei durch den Abend. Auch die Solisten ernteten großen Applaus, allen voran Sänger Valentin Loebens, der dem Publikum seine kraftvollen Töne entgegenschmetterte, aber auch gefühlvolle Balladen, wie „Stars“ aus dem Musical Les Miserables zum Besten gab. Moderator Dirk Hillebold führte das Publikum gekonnt durch das Liedrepertoire und erntete viele Lacher.

Bürgermeister Alexander Heppe konnte am Ende nur sagen: „Ich bin mehr als begeistert und sprachlos.“ Der Gesamterlös des Konzertes belief sich auf über 5500 Euro und kam Familien und Alleinerziehenden mit Kindern mit geringem Einkommen in Eschwege zugute. „Es gibt keine Sprache, die Menschen so miteinander verbindet wie Musik. Hätten wir mehr Musiker auf dieser Welt, müssten wir weniger Kriege erleben“, so Eschweges Bürgermeister Alexander Heppe abschließend. (Anna Schellhase)

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