Ruhestand wahrlich erarbeitet

Bundesverdienstkreuzträgerin Brigitte Güldner bei der Bundespolizei verabschiedet

Genießt jetzt ihren Ruhestand: Brigitte Güldner.
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Genießt jetzt ihren Ruhestand: Brigitte Güldner.

Eschwege/Reichensachsen – Seit Beginn des Monats ist Brigitte Güldner aus dem Wehretaler Ortsteil Reichensachsen im Ruhestand. Ihr Engagement ging weit über das Berufliche hinaus.

Eschwege - 18 Jahre hatte sie zuletzt in der Küche der Bundespolizei in Eschwege gearbeitet. An ihrem letzten Arbeitstag händigte ihr jetzt der Leiter Zentralbereich des Bundespolizeiaus- und -fortbildungszentrums Eschwege, Erster Polizeihauptkommissar Michael Bolender, die Dankurkunde des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat, aus.

Nach einer erfolgreichen Berufsausbildung zur Schneiderin 1974 bei der damaligen Firma Mehler war Brigitte Güldner noch 18 Jahre in ihrem Ausbildungsbetrieb weiter tätig. Aufgrund der Firmenschließung folgten weitere Arbeitsjahre bei der Firma Edelhoff in Weidenhausen und in der Waschbar in Eschwege. Im Juli 2003 begann Brigitte Güldner beim damaligen Bundesgrenzschutz in Eschwege. Sie unterstützte bis zum Abschied in den Ruhestand rund 18 Jahre tatkräftig die Standortküche, wie aus einer Pressemitteilung der Bundespolizei hervorgeht.

Privat wurde ihr im Februar 2017 der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland durch den Bundespräsidenten für 27 Jahre Pflege von Familienangehörigen überreicht. Des Weiteren wurde Brigitte Güldner die Hessische Pflegemedaille durch den Hessischen Ministerpräsidenten im September 2013 verliehen.

Brigitte Güldner hatte ihren Vater und zwei ihrer Schwestern bis zu deren Tod gepflegt und betreut außerdem zwei weitere Geschwister, die seit Jahren an einer Krebserkrankung leiden. An der Arbeit habe sie trotz des immensen Pflegeaufwands aber nicht einen Tag gefehlt, sagte sie bei der Verleihung der Pflegemedaille. Morgens um vier beginnt der Tag für die 63-Jährige. Um ihre Familienangehörigen zu pflegen, hatte sie teilweise ihren Urlaub genommen. Weggefahren ist sie zwischenzeitlich viele Jahre nicht mehr. „Mein Mann, mein Sohn und meine Enkel geben mir alle Kraft, die ich brauche“, sagt die Frau, die sich ihren Ruhestand wahrlich erarbeitet hat.  (Tobias Stück)

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