Treffpunkt demokratischer Bünde

Burg Ludwigstein hat guten Ruf als Bildungsstätte

Burg Ludwigstein. „Auf der Jugendburg Ludwigstein finden keine rechten Umtriebe statt. Wir fühlen uns seit jeher der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit verpflichtet und richten unser gesamtes Handeln nach diesen Grundsätzen aus“.

Das sagt Eva Eisenträger, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Jugendburg Ludwigstein und Archiv der deutschen Jugendbewegung angesichts der Vorwürfe, die der freie Journalist Jesko Wrede in einem tendenziösen Blog-Artikel auf der Internet-Seite des Magazins „Zeit“ aufwirft.

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Jesko Wrede begründe seine Aufforderung, einzelne Bünde auszugrenzen, mit den subjektiven Kriterien „völkisch“ und „völkisch-national“. „Das sind jedoch keine Begriffe, nach denen wir uns richten“, sagt Eisenträger. „Unsere objektiven Kriterien definieren sich durch den Rechtsstaat, das Jugendbildungsförderungsgesetz und die Satzung der Burg.“

Stephan Sommerfeld, Geschäftsführer der Jugendbildungsstätte, ergänzt: „Wrede spricht Kindern und Jugendlichen der von ihm kritisierten Bünde die Demokratiefähigkeit ab und erklärt sie zu einer Gefahr für unsere Gesellschaft.“ Bildungsarbeit müsse allen Menschen offen stehen. Kriterium sei nicht, ob die Eltern rechts oder links sind, sondern ob die Gruppen und ihre Mitglieder die Regeln der Jugendbildungsstätte als Treffpunkt aller demokratischen Jugendbünde akzeptieren.

Entgegen der Aussage von Frede stehe, dass die Jugendburg eine in den vergangenen Jahren stetig steigende Partizipation der Jugendbünde genießt. „Eine deutliche Sprache dafür sprechen die rund 45 000 Ehrenamtsstunden, die durch Bündische und Pfadfinder zur Errichtung des Enno-Narten-Baus erbracht wurden“, erklärt Eisenträger. Zudem habe die Burg ihren ausgezeichneten Ruf als Bildungsstätte stetig verbessert und ausgebaut.

Bezeichnend hierfür seien die zahlreichen Auszeichnungen für die Jugendbildungsstätte. Zuletzt wurde sie zum zweiten Mal „ausgezeichneter Ort im Land der Ideen“ mit dem Projekt „Iphigenie auf Praxis“, in dem Migranten und Pfadfinder gemeinsam Abenteuer erleben. (alh)

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