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Campingplatz Werratal hat neue Betreiber

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Das Areal des Campingplatzes Werratal in Witzenhausen: Ab dem 1. Januar sind die neuen Besitzer Michael Bürmann und Wiebke Obenauer für die Stellplätze auf den insgesamt drei Hektar Gelände zuständig.
Das Areal des Campingplatzes Werratal in Witzenhausen: Ab dem 1. Januar sind die neuen Besitzer Michael Bürmann und Wiebke Obenauer für die Stellplätze auf den insgesamt drei Hektar Gelände zuständig. © kim henneking

31 Jahre lang haben Sigrid und Udo Rudolph den Campingplatz Werratal in Witzenhausen geführt.

Witzenhausen – Nun gehen sie in den wohlverdienten Ruhestand und haben ihr langjähriges Zuhause an neue Besitzer übergeben.

Ab dem 1. Januar führen Michael Bürmann und Wiebke Obenauer den Campingplatz weiter. Mit ihrer Tochter Lenya ist das Paar bereits von Reinhardshagen nach Witzenhausen umgezogen und bereitet derzeit den Neustart vor. „Wir haben nach einem Eigenheim mit Garten gesucht. Die drei Hektar Campingplatz haben wir gern dazu genommen“, erzählt Michael Bürmann scherzhaft. Ein eigener Campingplatz sei ein lang gehegter Traum. Schon als Kind habe er gern mit seiner Familie Campingurlaub gemacht.

Im neuen Jahr will sich der gelernte Mechatroniker der Aufgabe des Platzwartes widmen und die Kanugäste betreuen. Wiebke Obenauer pausiert ihre Tätigkeit als Hebamme und übernimmt die Rezeption und Buchhaltung. Zwei Reinigungskräfte sucht das Paar noch als Unterstützung für ihr Team.

Auf einem kleinen Spielplatz mit Rutsche können sich Kinder während des Aufenthalts austoben.
Auf einem kleinen Spielplatz mit Rutsche können sich Kinder während des Aufenthalts austoben. © Privat

„Es ist unser Traumcampingplatz“, sagt Bürmann. Die Lage neben dem Schwimmbad, der Brauerei, dem Pferdehof und in der Nähe zur Innenstadt sei für Gäste ideal. Den Kanuverleih will das Paar weiterführen und perspektivisch um einen Fahrradverleih erweitern. Die Rezeption soll renoviert werden und Platz für einen Laden mit Campingbedarf und regionalen Lebensmitteln bieten. Der Spielplatz soll um einen „Naschgarten“ mit Obst- und Beerensträuchern für Kinder bereichert werden. Ein Biergarten und ein Imbisswagen sollen auch für Gäste aus der Region, Spaziergänger und Radfahrer ein Angebot sein.

Schon beim ersten Besuch hat Sigrid Rudolph dem Paar den Campingplatz zugesagt, wie sie erzählt. Sie geht nun in den Ruhestand. Doch ganz verabschieden könne sie sich wohl noch nicht, gibt sie zu. Ihren Nachfolgern stehe sie beratend zur Seite und auch zu lang bekannten Dauercampern wolle sie den Kontakt aufrechterhalten. „Es gibt schöne und schlechte Erinnerungen“, sagt sie rückblickend auf die vergangenen drei Jahrzehnte. „Wir haben den Platz ungezwungen geführt. Die Gäste suchen sich ihren Platz.“ 45 Dauercamper und 70 Touristen fänden auf dem Gelände Platz. Viele Gäste kämen regelmäßig.

An der Rezeption können sich Camper für einen Platz auf dem Campingplatz anmelden.
An der Rezeption können sich Camper für einen Platz auf dem Campingplatz anmelden. © Privat

Vor allem Holländer und Dänen kämen gerne zu Besuch. Seit Corona seien auch viele Menschen aus der Region zum Campen gekommen. Und da der Platz in der Mitte von Deutschland liegt, nutzten ihn Gruppen gern für jährliche Treffen. Bürgermeister Daniel Herz freut sich über die reibungslose Übergabe des Betriebs.

„Der Campingplatz ist wichtig für Witzenhausen“, sagt er. Die Stadt wolle sich um eine neue Beschilderung für den Campingplatz kümmern, damit die großen Campingmobile nicht durch die engen Straßen der Innenstadt geleitet werden. Weitere Bedarfe sollen in persönlichen Gesprächen mit den neuen Betreibern geklärt werden.  kim

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