Schulen sind gut vorbereitet

Corona-Tests werden kindgerecht erklärt und Fragen sensibel beantwortet

Einige Schulen bekamen Hilfe am ersten Schultag: Notfallsanitäterin Maria Feiertag vom Rettungsdienst Eschwege hat am Montag Lehrer im Umgang mit Corona-Schnelltests geschult.
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Einige Schulen bekamen Hilfe am ersten Schultag: Notfallsanitäterin Maria Feiertag vom Rettungsdienst Eschwege hat am Montag Lehrer im Umgang mit Corona-Schnelltests geschult.

Die Osterferien sind vorbei. Alle Schüler, die am Präsenzunterricht teilnehmen, müssen jetzt vor Unterrichtsbeginn einen Corona-Schnelltest machen. An den Grundschulen im Werra-Meißner-Kreis gab es am Montag damit keine Probleme.

Werra-Meißner – „Bei uns hat alles gut geklappt“, sagt Petra Heinemann, Schulleiterin der Lindenhofschule in Gertenbach. Mit viel Zeit, Offenheit und ausführlichen Gesprächen mit den Schülern, hat die Schule am Montag die Tests in Angriff genommen. Täglich besuchen 40 Schüler die Schule.

„Wir haben Schüler und Eltern im Vorfeld darüber informiert, wie der Unterricht nach den Ferien weitergehen wird und wie wir mit den Schnelltests verfahren“, sagt Petra Heinemann. Es habe dazu sowohl einen Brief von der Schule als auch vom Kultusministerium gegeben.

Am Montagmorgen kamen die Schüler wie gewohnt in die Schule, klassenweise, mit Abstand und Mund-Nasen-Schutz. Als Erstes hieß es wie immer Händewaschen, dann nahmen sie ihre Plätze mit ausreichend Abstand zueinander ein. „Wir haben den Schülern einen Erklärfilm gezeigt und uns ausreichend Zeit für ihre Fragen genommen“, so die Schulleiterin. Allen habe man die Angst durch ein sensibles Gespräch nehmen können.

Sollte ein Test positiv ausfallen, werden die Eltern benachrichtigt und das Kind nach Hause geschickt. Für die Mitschüler hat das vorerst keine Konsequenzen, da an der Schule strikt die Hygieneregeln eingehalten werden. „Außerdem heißt ein positiver Test nicht, dass das Kind auch wirklich mit Corona infiziert ist“, erklärt Petra Heinemann. Dies könne auch andere Ursachen haben. Ein PCR-Test muss folgen und Klarheit bringen. Danach entscheidet das Gesundheitsamt, wie es weitergeht. „Es kann sein, dass die ganze Klasse in Quarantäne geschickt wird, das hängt von den individuellen Umständen ab“, so Petra Heinemann.

Auch an der Ernst-Reuter-Schule in Neu-Eichenberg sei alles gut gelaufen, sagt Michaela Rabe. Intensive Vorbereitungen hätten dabei geholfen: „Wir haben eine eigene, kindgerechte und bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung erarbeitet“, erzählt die Schulleiterin. Viele Kinder seien am Montagmorgen sehr aufgeregt gewesen, hätten es aber auch spannend gefunden Labor zu spielen. „Hinterher waren alle froh und glücklich, dass alles gut geklappt hat und die Tests negativ waren.“

Am ersten Tag hätten die Tests eine ganze Schulstunde in Anspruch genommen. „Das wird sicher schneller gehen, wenn sich alle dran gewöhnt haben“, ist sich Michaela Rabe sicher. Allerdings seien nicht alle Eltern mit dem Konzept einverstanden, bedauert sie. Ein Teil der Schüler sei vom Unterricht abgemeldet worden.

Bei den Tests wird ein Abstrich im vorderen Nasenbereich gemacht. Sie werden von den Kindern selbst durchgeführt und von den Lehrkräften begleitet. Der Unterricht findet an beiden Schulen im tageweisen Wechsel statt, getestet wird jede Gruppe zwei Mal in der Woche.

Schulamtsleiterin Anita Hofmann kann von keinen nennenswerten Problemen berichten: „Trotz teilweiser Skepsis aus den Reihen der Lehrkräfte wurde heute von guter Stimmung gesprochen“, sagt sie. Die Lehrer hätten sich der neuen Aufgabe gut gestellt. Einige Schulen wurden durch Paten des DRK unterstützt. (Wiebke Huck )

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