Fertigstellung für kommende Woche geplant

Werra-Meißner: Coronavirus-Impfzentrum wird als eines der ersten in Hessen fertig

Die Wände stehen schon: Seit sechs Tagen baut das THW mit 60 ehrenamtlichen Helfern die Turnhalle des Eschweger Oberstufengymnasiums zum Impfzentrum für den Werra-Meißner-Kreis um.
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Die Wände stehen schon: Seit sechs Tagen baut das THW mit 60 ehrenamtlichen Helfern die Turnhalle des Eschweger Oberstufengymnasiums zum Impfzentrum für den Werra-Meißner-Kreis um.

Ab Donnerstag kommender Woche soll das Impfzentrum für den Werra-Meißner-Kreis bereits in den Stand-by-Betrieb gehen. Wir haben uns die Aufbauarbeiten in Eschwege angesehen.

Eschwege - „Mit den Massenimpfungen wird begonnen, sobald der Impfstoff zur Verfügung steht“, sagt der Leiter des Katastrophenschutzes im Kreis, Christian Sasse am Dienstag, als Landkreis und THW die Bauarbeiten des Impfzentrums am Eschweger Südring der Öffentlichkeit vorstellten.

Am 23. November sei der „Einsatzbefehl“ an die Landkreise zur Errichtung der landweit 30 Impfzentren gekommen, am Donnerstag habe man sich auf die Turnhalle des Oberstufengymnasiums in Eschwege als Standort verständigt, seit vorigen Freitag baut das THW im Auftrag des Landkreises mit rund 60 ehrenamtlichen Einsatzkräften die Turnhalle um.

Aus Gipskarton sind bereits zehn Impfstraßen enstanden

„In den letzten sechs Tagen haben wir 1250 Quadratmeter Gipskartonplatten, 25 000 Schrauben, 7000 laufende Meter Bauholz verbaut und dazu bisher 8000 Arbeitsstunden geleistet“, so der Sprecher des THW Michael Waldorf.

Nach einer knappen Woche Bauzeit lassen sich die Konturen des künftigen Impfzentrums bereits gut erkennen. Aus Gipskarton wurden bereits zehn sogenannte Impfstraßen errichtet. Jede Straße verfügt über drei Stationen, die dem Bereich zur Anmeldung und Aufnahme folgen.

In der ersten Kabine soll das Aufklärungsgespräch mit einem Arzt stattfinden, in der zweiten wird geimpft, die dritte wird voraussichtlich als Ruheraum eingerichtet oder auch als Impfraum, erklärt Waldorf.

Organisiert ist das Zentrum im Einbahnstraßensystem: Am linken Hintereingang darf die Halle betreten werden, am rechten Hinterausgang geht es wieder raus. Im Gebäude ist für alle das Tragen einer FFP-2-Maske Pflicht. Der Parkplatz des Beruflichen Gymnasiums gegenüber der Turnhalle wird ebenfalls für die Leute hergerichtet, die zum Impfen kommen.

Land Hessen regelt, wer zuerst geimpft werden darf

Geplant sei hier, sobald der Impfstoff gegen das Covid-19-Virus da ist, pro Tag 1000 Menschen zu impfen, das heißt, etwa 100 pro Stunde, so Christina Sasse. Welche Bevölkerungsgruppen zuerst geimpft werden und wie das gesamte „Einladungsmanagement“ vonstattengehen wird, werde zentral vom Land organisiert, befinde sich derzeit aber noch in der Klärung.

Michael Kuß-Schönzart, Leiter des THW Eschwege lobte den reibungslosen Ablauf der Arbeiten und dankte den verschiedenen Arbeitgebern, die aus der Region die 60 ehrenamtlichen Helfer für etwas drei Wochen freistellen.

Wir werden voraussichtlich die Ersten in Hessen sein, die ihr Impfzentrum fertig haben.

Michael Kuß-Schönzart Leiter THW Eschwege 

Kosten für Impfzentrum werden vom Land Hessen getragen

„Wir werden voraussichtlich die Ersten in Hessen sein, die ihr Impfzentrum fertig haben“, sagt Kuß-Schönzart. Er wies noch mal auf die schwierigen Bedingungen hin.

„Wir müssen die Einsatzkräfte in Gruppen trennen, während der ganzen Zeit müssen die FFP-2-Masken getragen werden. „Ich will die Leute abends genauso gesund nach Hause schicken, wie sie morgen gekommen sind.“

Die Lage im Blick: (von links) Christian Sasse (Kreis) sowie Michael Walsdorf und Michael Kuss-Schönzart (THW)

Die Kosten für die Errichtung der Impfzentren stehen laut Gesundheitsdezernent Dr. Rainer Wallmann nicht exakt fest, würden aber vom Land getragen. Dazu gehören die Verdienstausfälle sowie Materialkosten. (Stefanie Salzmann)

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