Mehrere Angebote sind schon da

Coronakrise im Werra-Meißner-Kreis: Junge Leute unterstützen Bürger mit Einkaufsservice

Keine Hamsterkäufe, aber sinnvolle Nachbarschaftshilfe, etwa beim Einkaufen: Das ist das Ansinnen einer Initiative der politischen Nachwuchsorganisationen im Werra-Meißner-Kreis.
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Keine Hamsterkäufe, aber sinnvolle Nachbarschaftshilfe, etwa beim Einkaufen: Das ist das Ansinnen einer Initiative der politischen Nachwuchsorganisationen im Werra-Meißner-Kreis.

Das öffentliche Leben ist im Werra-Meißner-Kreis fast zum Erliegen gekommen, Veranstaltungen wurden abgesagt. Doch es gibt auch Zeichen von Solidarität.

  • Das Coronavirus schränkt das öffentliche Leben in ganz Nordhessen ein.
  • Betroffen ist auch der Werra-Meißner-Kreis.
  • Wir stellen Projekte von jungen Leuten vor, die während der Coronakrise anderen helfen.

Coronavirus in Werra-Meißner (Nordhessen): Zusammenschluss junger Politiker

Zusammenstehen in der Coronakrise: Nächstenliebe zeigen und Schwächere unterstützen: All das leben die Jugendorganisationen aus dem Werra-Meißner-Kreis vor. Gemeinsam haben sie die Initiative „Wir gegen Corona! Wir für unsere Mitbürger!“ ins Leben gerufen. Mitglieder der Jungen Union, der Jungen Sozialisten, der Jungen Liberalen, der Grünen Jugend sowie der solid!-Linksjugend beteiligen sich.

In den vergangenen Tagen hat sich die Lage hinsichtlich der Ausbreitung des Coronavirus verschärft. Um bei der Eindämmung des Virus mitzuwirken, sollten alle Menschen möglichst zuhause bleiben und soziale Kontakte meiden. In vielen Familien übernehmen jetzt potenziell weniger Gefährdete, zumeist junge Leute, das Einkaufen für ihre Großeltern oder ihre vorerkrankten Angehörigen.

Corona in Werra-Meißner (Nordhessen): Einkaufsservice für gefährdete Bürger

Besonders Letztgenannte bedürften zusätzlicher Unterstützung aus der Mitte der Gesellschaft. „Daher möchten wir diesen Menschen helfen, indem wir eine Hotline einrichten, über die sie freiwillige Einkaufshelfer erreichen können“, teilen die vereinten Jugendorganisationen mit. Über die genaue Vorgehensweise (Erreichbarkeit, Übergabe des Einkaufs etc.) werden die Akteure zu gegebener Zeit informieren.

Aktuell versuchen die Akteure der Jugendorganisationen Werra-Meißner, ein Konzept zu erarbeiten, das maximale Sicherheit für alle Beteiligten gewährleisten kann.

Wer auch immer helfen könne und/oder bereit sei, Einkäufe oder andere Besorgungen für Hilfebedürftige zu übernehmen, ist aufgerufen, sich bei den Initiatoren zu melden, heißt es in einer Mitteilung. Selbstverständlich würden Fragen beantwortet, weitere Anregungen seien willkommen.

Zentrale Ansprechpartnerin ist Leonie Bierent; sie ist für alle Anfragen/Anregungen erreichbar per E-Mail an leonie@ju-werra-meissner.de

Coronavirus Nordhessen: Wohngruppe und Familienzentrum Bad Sooden-Allendorf

Die Jugend hilft den Älteren – Dieses Angebot gibt es ab Montag auch in Bad Sooden-Allendorf. Die Jugendhilfeeinrichtung Second Home und das Familienzentrum wollen in Zeiten des Coronavirus’ vorrangig alleinlebenden älteren und gebrechlichen Menschen der Badestadt und den Stadtteilen im Alltag helfen. Das teilten beide Einrichtungen am Sonntag in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Sie organisieren die Einkaufshilfe von der Jugendhilfeeinrichtung Second Home und Familienzentrum: v.l. Amelie Neuenroth, Anja Pawlikowski, Karolina Hix und Lisa Hottenroth.

„Unsere Jugendlichen haben schulfrei und wollen gerne etwas der Gesellschaft zurückgeben“, erklärt Second- Home-Geschäftsführerin Karolina Hix. Die Jugendlichen und Betreuer hätten das Bedürfnis, Menschen in Not zu helfen.

Der Betrieb im Familienzentrum ist zurzeit aus Vorsorgegründen eingestellt. „Wir wollen dennoch unserem Leitgedanken folgen und hilfsbedürftigen Menschen zur Hand gehen“, so Amelie Neuenroth vom Vorstand. Gerade ältere Menschen gehören zu der Risikogruppe, die mit erheblichen Gesundheitsschäden rechnen müssen, sollten sie sich mit dem Virus infizieren. Beim Einkaufen bestehe eine erhöhte Gefahr.

Deshalb wollen beide Einrichtungen gemeinsam diesen freiwilligen Service anbieten. Die Jugendlichen und Betreuer von Second Home und der Vorstand des Familienzentrums nehmen die Bestellung auf, fahren einkaufen und bringen die Lebensmittel bis vor die Haustür.

Service: und 05652/9278900 melden. Weitere Informationen gibt es auf den jeweiligen Facebook- und Instagramseiten und auf den Internetseiten des Familienzentrums und der Second-Home-Wohngruppe.

Von Emily Spanel und Friederike Steensen

Das Coronavirus hat große Auswirkungen in Nordhessen. Schulen, Kitas und andere öffentliche Einrichtungen wurden z.b. in der Region Kassel geschlossen.

Die Zahl der in Hessen mit dem Coronavirus Infizierten steigt rasant.

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