An den Sprossen hoch hinauf

Daniela Heckmann aus Weißenborn gewinnt Kletterwand für Kinder im Radio

Pure Freude über die neue Sprossenwand: Daniela Heckmann (links) mit ihren Schützlingen. Die Kinder in Weißenborn können in der Sporthalle der alten Graburgschule jetzt ausgiebig klettern, hangeln und rutschen.
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Pure Freude über die neue Sprossenwand: Daniela Heckmann (links) mit ihren Schützlingen. Die Kinder in Weißenborn können in der Sporthalle der alten Graburgschule jetzt ausgiebig klettern, hangeln und rutschen.

Daniela Heckmann aus Weißenborn hat an einem Radio-Gewinnspiel teilgenommen und zwei Kletterwände für die Turnkinder in Weißenborn gewonnen.

Weißenborn – Gerade noch den richtigen Moment hat Matthias Heckmann aus Weißenborn abgepasst. Denn seine Ehefrau Daniela hatte an dem Gewinnspiel „Wünsch dir was“ von der Radiosendung MDR-Jump teilgenommen. Ihr Wunsch: Eine Sprossenwand für die Weißenbörner Sprösslinge, die sich jede Woche beim Kinderturnen austoben. Jetzt haben sie auch die Möglichkeit zu klettern, denn die fehlte bislang. Dass nun zwei nagelneue Sprossenwände in der Sporthalle der alten Graburgschule die Wände zieren, war eine knappe Geschichte mit zugedrückten Augen.

Jeden Morgen um genau 7.05 Uhr losen die Radiomoderatoren Sarah von Neuburg und Lars-Christian Karde einen eingereichten Wunsch aus. So auch am Donnerstag vor zwei Wochen, als Daniela Heckmanns Wunsch gezogen wurde. Zwei Lieder lang hatte sie nun Zeit, sich bei dem Radiosender zu melden. Als es aber so weit war: Funkstille.

Normalerweise würde eine Stunde später ein neuer Wunsch ausgelost werden. Die Moderatoren wollten schon mit ihrem Programm fortfahren, in letzter Sekunde erreichte Jump dann aber doch noch ein Anruf. Ehemann Matthias Heckmann reagierte und meldete sich in Vertretung für seine Frau. „Normalerweise wären wir streng, aber es geht hier ja um die Kinder“, sagte Moderator Lars-Christian Karde.

Gerade noch die Kurve gekriegt – ganz zur Freude der Kinder, die es beim Kinderturnen am vergangenen Montag nicht abwarten konnten, endlich die beiden neuen Sprossenwände auszuprobieren. „Das Bedürfnis zum Klettern war bei den Kindern immer sehr groß, eine Möglichkeit dazu fehlte aber“, sagt Daniela Heckmann, für die die Leitung des Kinderturnens eine Herzensangelegenheit geworden ist. Vor einem Jahr sprang die 40-Jährige für die vorherige Leiterin ein, die den Kurs aus privaten Gründen nicht weiterführen konnte. „Ich hatte vorher überhaupt keine Erfahrungen damit und habe mich in die Aufgabe reingefuchst.“

Daniela Heckmann wird von sechs Schülerinnen unterstützt

Unterstützend stehen Daniela Heckmann sechs Schulmädchen aus Weißenborn zur Seite, denn alleine könnte sie die 13-köpfige wuselige Gruppe von Drei- bis Sechsjährigen nicht so einfach bändigen – auch was die Sicherheit und Hilfestellungen angeht, ist sie froh über ihre jungen Helferinnen. „Es macht uns großen Spaß und es ist schön, helfen zu können“, sagt die 13 Jahre alte Emilia, die zusammen mit ihrer zehnjährigen Schwester Charlotte dabei ist.

Beim Kinderturnen soll für jede Altersgruppe etwas dabei sein, etwa verschiedene Parcours, Bewegungsspiele und für die Kinder ganz wichtig: der Stopp-Tanz. Jetzt haben sich sogar weitere Eltern gemeldet, die ihre Kinder montags zum Turnen bringen möchten. Daniela Heckmann wünscht sich daher Unterstützung von einer weiteren ehrenamtlichen Leiterin oder einem Leiter, um den Bedarf zu decken. Den Kurs würde sie gerne in zwei Gruppen aufteilen.

Wer sich dabei angesprochen fühlt und Lust auf die Arbeit mit den Kindern hat, könne sich direkt bei Daniela Heckmann oder auf der Gemeindeverwaltung Weißenborn melden. Und eines stellt Daniela Heckmann besonders klar: „Das Ehrenamt ist eine Arbeit, die unbezahlbar ist.“ (Jessica Sippel)

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