Probleme mit der Wasserversorgung

Das Wasser fließt wieder - Rohrbrüche hielten Wanfrieder auf Trab

Glatter Riss unter der Thüringer Straße in Wanfried: Dieser Rohrbruch war der größte von mehreren Brüchen, die die Bevölkerung und vor allem das Wasserwerk in der ersten Jahreswoche auf Trab gehalten haben.
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Glatter Riss unter der Thüringer Straße in Wanfried: Dieser Rohrbruch war der größte von mehreren Brüchen, die die Bevölkerung und vor allem das Wasserwerk in der ersten Jahreswoche auf Trab gehalten haben.

Turbulent sind die Wanfrieder ins neue Jahr gestartet. Viele Haushalte meldeten ab dem Neujahrsmorgen Probleme mit der Wasserversorgung, fehlenden Wasserdruck und sogar gar kein Wasser.

Wanfried - Der Grund: mehrere Wasserrohrbrüche und in der Silvesternacht technische Probleme in einem der Hochbehälter, der zeitweise gar kein Wasser mehr geliefert hat.

Die Probleme des Hochbehälters konnten schnell behoben werden, sagt Wassermeister Christian Schäfer, ebenso wie der erste Rohrbruch am Freitag. Dabei blieb es aber nicht: Drei weitere Rohrbrüche kamen hinzu. „Das ging alles Schlag auf Schlag und kam an Neujahr, wenn viele zu Hause sind, zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt“, sagt Bürgermeister Wilhelm Gebhard.

Am Samstag mussten die weiteren Rohrbrüche zunächst geortet und ausgemessen werden. Am Sonntag hat das Team des Wasserwerks die beiden Brüche in den Straßen Unter den Weiden und am Steinweg behoben. Der größte Wasserrohrbruch befand sich aber in der Thüringer Straße. „Der hat sich als Hauptbruch herausgestellt“, sagt Gebhard. Am Dienstag konnte auch dieser behoben werden. Seitdem gebe es wieder den gewohnten Wasserdruck.

„Wir waren das ganze Wochenende im Einsatz“

„Wir waren das ganze Wochenende im Einsatz. Das war eine Extremsituation“, sagt Schäfer. Langweilig wurde dem Team des Wasserwerks aber auch danach nicht. Denn am Dienstagabend gab es auch noch einen geplatzten Hausanschluss, einen zweiten am Donnerstagmorgen, berichtet Schäfer. Einen in der Schulstraße und einen in der Plouescatstraße.

Doch wer glaubt, die Wanfrieder könnten nun verschnaufen, der irrt sich: „Es kam jetzt ein weiterer Rohrbruch dazu“, teilt Gebhard mit. Betroffen ist die Marktstraße zwischen der katholische Kirche und der Erich-Schröder-Halle beim Abzweig nach Treffurt.

Die Reparaturen sind ab der kommenden Woche Dienstag geplant. Dazu wird die Straße vom 12. bis 14. Januar in diesem Bereich voll gesperrt. Bei den Arbeiten wird es für wenige Haushalte zu Einschränkungen in der Wasserversorgung kommen, teilt die Stadt Wanfried mit. Die betroffenen Haushalte werden informiert.

Leitungen sind teilweise über 40 Jahre alt

„Ich bin seit fast 20 Jahren dabei. So viele gehäufte Rohrbrüche habe ich noch nie erlebt“, sagt Schäfer. „Die Leitungen sind teilweise über 40 Jahre alt. Da kann es auch mal zu Rohrbrüchen kommen.“ Spekuliert wird zudem, dass der durch den Hochbehälter verursachte Druckschlag, nachdem er erst kein und nach der Behebung des Defekts plötzlich wieder Wasser gegeben hatte, vorhandene Schwachstellen brechen ließ.

Schäfer habe die Ablaufwerte nun noch genauer im Blick, die während der Rohrbrüche einen hohen Wasserverlust angezeigt hätten. „Bisher sieht alles gut aus“, sagt er.

Bei den Arbeiten wurde das Wanfrieder Wasserwerk von Leckorter Horst Leimbach, Firma Luhn aus Heldra, die die Straßen freilegte, von Kollegen der Wasserversorgung Meinhard, Andreas Vaupel und dem Team vom E-Werk unterstützt. „Ich bin allen Beteiligten sehr dankbar für die schnelle und sehr gute Arbeit“, sagt Wilhelm Gebhard.

Positiv sei, dass durch das großflächige Absuchen des Gebiets auch kleinere Rohrbrüche und Schwachstellen entdeckt und direkt behoben werden konnten. (Jessica Sippel)

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