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Der Aussichtspunkt Leuchtbergblick ist jetzt wieder schick

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Von: Tobias Stück

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Haben gewerkelt: Ein gutes Dutzend Rotarier haben an einem Samstag im Mai den von ihnen gestifteten Aussichtspunkt wieder hergerichtet. Unter anderem wurden die Ruhebänke erneuert.
Haben gewerkelt: Ein gutes Dutzend Rotarier haben an einem Samstag im Mai den von ihnen gestifteten Aussichtspunkt wieder hergerichtet. Unter anderem wurden die Ruhebänke erneuert. © Rotary Club Eschwege

Der Rotary Club Eschwege hat den Leuchtbergblick oberhalb der Werra wieder auf Vordermann gebracht. Früher stand dort ein beliebtes Ausflugslokal.

Eschwege – Zu Zeiten, als der Leuchtberg als Volkspark galt, hatte man von der Leuchtberghalle einen herrlichen Blick über das Werratal auf die Meinharder Berge. Seit mehr als 40 Jahren ist das Ausflugslokal über der Werra Geschichte – der großartige Ausblick ist geblieben. Der ehemalige Präsident des Rotary Clubs Eschwege, Ernst Bartholomäus, putzte dieses herrliche Fleckchen Erde in seinem Präsidentschaftsjahr 2005 wieder heraus. Jetzt, mehr als 15 Jahre später, haben Mitglieder des Rotary Clubs den Aussichtspunkt grunderneuert.

Zum Plan der Stadt Eschwege Mitte des 19. Jahrhunderts gehörte es, die Lieblingsberge der Eschweger in einen Volkspark zu verwandeln. Dazu gehörte auch der Neubau einer Restauration. Die Stadt ließ nach Entwürfen des Oberbaurates Franz Nitschmann die Leuchtberghalle errichten, die am 30. Mai 1877 unter großer Anteilnahme der Bevölkerung feierlich eingeweiht wurde. Die neue Halle, Eigentum der Stadt und an die Eschweger Klosterbrauerei verpachtet, kostete rund 32 500 Reichsmark. Eine gute Investition, wie sich herausstellte, denn der Volkspark Leuchtberg war bald ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Vor allem in den Sommermonaten waren viele Familien zu Gast, die bei ihrem Sonntagsausflug in der Leuchtberghalle rasteten. In den 100 Jahren ihres Bestehens fanden in der Leuchtberghalle viele Feste der Eschweger Vereine statt. Die Eschweger Turnvereine feierten auf dem Tanzplatz vor der Halle ihre Turn- und Stiftungsfeste.

Der Rotary Club Eschwege hat den Leuchtbergblick oberhalb der Werra wieder auf Vordermann gebracht. Früher stand dort ein beliebtes Ausflugslokal.
Der Rotary Club Eschwege hat den Leuchtbergblick oberhalb der Werra wieder auf Vordermann gebracht. Früher stand dort ein beliebtes Ausflugslokal. © Alexandra Schuler

Nach dem Zweiten Weltkrieg war es nicht einfach, die Leuchtberghalle wieder mit Leben zu füllen. Kurt Fehling war der Letzte, der bis Mai 1975 seine Gäste bediente. Mit steigender Konkurrenz in der Stadt ließ der Besuch in der Leuchtberghalle nach, und da verschiedene bauliche Mängel große Investitionen erforderten, ließ die Stadt 1977, genau 100 Jahre nach der Eröffnung, die Halle abreißen.

Mit vereinten Kräften wurden die verwitterten Sitzflächen ausgetauscht.
Mit vereinten Kräften wurden die verwitterten Sitzflächen ausgetauscht. © Rotary Club Eschwege

Dieser Platz wurde im Jahr 2005 durch den RC Eschwege aufwendig als Aussichtsterrasse hergerichtet. Mit der Zeit verwitterte die Freifläche, sodass jetzt nachgearbeitet werden musste. Sämtliche Latten der Sitzbänke waren beispielsweise verfault oder dem Vandalismus zum Opfer gefallen. Insbesondere der Initiator Ernst Bartholomäus und Claus Hartmann brachten sich bei der Sanierung ein. Im Herbst 2021 haben sie mit Schubkarren, Besen und Rechen dem Aussichtspunkt wieder ein ansehnliches Äußeres verpasst. Das Sägewerk Ruhlandt spendete jetzt Holz, die Tischlerei Berneburg stellte neue Banklatten her. „Wünschenswert wäre, wenn jetzt noch die Bäume ausgedünnt werden, um einen noch schöneren Blick auf die Werra, den Werratalsee und die Grebendorfer Berge zu bekommen“, sagt Hartmann.

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