Sontra ehrt tödlich verunglückten Förster

Der im Stadtwald Sontra wachsende Klimawald wird nach Edmund Tümmel benannt

Der Wald hat einen Namen: Der Klimawald, der im Sontraer Forst wachsen und entstehen soll, hat jetzt den Namen „Edmund Tümmel“ erhalten. Der langjährige Revierförster war im Juni tödlich verunglückt.
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Der Wald hat einen Namen: Der Klimawald, der im Sontraer Forst wachsen und entstehen soll, hat jetzt den Namen „Edmund Tümmel“ erhalten. Der langjährige Revierförster war im Juni tödlich verunglückt.

15 Jahre war Edmund Tümmel Revierförster in Sontra. Am 23. Juni dieses Jahres ist er bei einem Flugunfall tödlich verunglückt. Jetzt hat die Stadt Sontra den im Sontraer Stadtwald entstehenden sogenannten Klimawald nach Edmund Tümmel benannt und dem engagierten Förster damit noch mal ein große letzte Ehre erwiesen.

Sontra - Die Namensgebung fand bei einem Klimagottesdienst und im Zuge der inzwischen dritten Baumpflanzaktion unter dem Titel „Verwurzelt in Sontra“ am vorigen Sonntag im Stadtwald am Eingang des Wald- und Erlebnispfades statt. „Damit möchten alle Beteiligten in unserer Stadt ihre große Dankbarkeit und Wertschätzung für die tolle Arbeit des verstorbenen Försters ausdrücken und an unzählige Aktionen, unter anderem mit der Adam-von-Trott-Schule und den Kindergärten sowie an sein außerordentliches Engagement für den Klimaschutz in unserer Stadt erinnern“, sagte Sontras Bürgermeister Thomas Eckhardt.

Tümmel war Vorreiter im Klimaschutz

Edmund Tümmel, der laut Eckhardt, Klimaschutz tatsächlich lebte, war für viele Aktionen auf diesem Gebiet Vorreiter. Dazu gehörten neben der Errichtung des Klimawaldes, die Aktion „Verwurzelt in Sontra“, die Idee des Klimagottesdienstes, der Bau des Natur- und Erlebnispfades, die Anlage des Schulwaldes sowie die Waldentdeckertage für die Kindergärten.

Im direkten Anschluss an die Widmung des Klimawaldes wurden am vorigen Sonntag für alle Neugeborenen Kinder der Stadt Sontra mit vielen Akteuren insgesamt 150 neue Bäume im Klimawald gepflanzt.

Klimawald umfasst 1,6 Hektar Fläche

Der Klimawald im Sontraer Forst hat eine Größe von 1, 6 Hektar. Bisher wurden dort Elsbeeren, Buchen, Bergahorne, Spitzahorne, Esche, Linden, Walnuss, Lärchen, Douglasien und Weißtannen gepflanzt. Weitere Baumarten wie Speierling oder Mehlbeere sind geplant.

Infolge eines Borkenkäferbefalls und der Trockenheit auf der gesamten Fläche musste diese gerodet werden. Jetzt wird aufgeforstet. Die Entscheidung, dort einen Klimawald entstehen zu lassen, fiel gemeinsam mit Edmund Tümmel (Hessen Forst), der Adam-von-Trott-Schule und der Stadt.

Neben der Neubepflanzung mit den verschiedenen Baumarten wurde vorige Woche auch eine neue Wetterstation im Klimawald errichtet, deren Daten von der Adam-Von-Trott-Schule künftig ausgewertet werden, um sie in das Projekt einfließen zu lassen. Die Wetterstation wurde vom Imkerverein zur Verfügung gestellt, die 2020 aus EAM-Stiftungsmitteln als Hauptreis im Wert von 5000 Euro neben Setzlingen und einem Insektenhotel finanziert wurde. (Stefanie Salzmann)

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