Festliche Einweihung nach Corona

Der neue Dorfmittelpunkt: Rambacher bauen Backhaus zu Begegnungsstätte um

Sie sind die treibenden Kräfte: Michael Hoberock (von links), Elmar Franke mit Hündin Cleo, und Rüdiger Rietze aus Rambach. Es fehlt: Florian Holzapfel.
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Sie sind die treibenden Kräfte: Michael Hoberock (von links), Elmar Franke mit Hündin Cleo, und Rüdiger Rietze aus Rambach. Es fehlt: Florian Holzapfel.

Fast vollständig in Eigenleistung haben Freiwillige in Rambach ihr Backhaus saniert, umgebaut und den Vorplatz hergerichtet. Es soll nun als Begegnungsstätte dienen.

Rambach – Im Innenbereich wurden die Wände vertäfelt, der alte Ofen musste sich aus dem Backhaus verabschieden. Der gut erhaltene und gemauerte Schornstein ziert nun noch die Decke über dem offenen Fachwerk. Fehlen eigentlich nur noch die Inneneinrichtung und eine Theke, um gemütliche Feste feiern zu können. Auch eine Toilette ist im neuen Anbau vorhanden.

„Für die Inneneinrichtung sowie Bänke und Tische für draußen haben wir beim Landkreis eine Förderung beantragt“, erklärt Elmar Franke, der mit Rambachs Ortsvorsteher Michael Hoberock, Rüdiger Rietze und Florian Holzapfel den Vorstand ihres neu gegründeten Vereins bildet: die Mattenklicker-Backhaus-Arbeitsgemeinschaft (AG). Für die neu anzuschaffende Inneneinrichtung hat der Verein beim Kreis 20 000 Euro beantragt, wie viel sie letztendlich erhalten und was damit möglich sein wird, steht noch nicht fest.

Der Verein will wie ein Heimatverein agieren, das Backhaus betreuen und Dorffeste rund um das neue alte Bauwerk veranstalten – sobald es coronabedingt wieder möglich ist, fügt Rietze hinzu. Denn genau dafür soll das Backhaus da sein: als eine Begegnungsstätte für Jung und Alt. Es kann für private Feien gemietet werden und ist auch als Rastplatz für Wanderer und Radfahrer gedacht, wenn sie in Rambach einkehren wollen. Diese können am Backhaus zum Beispiel Kaffee und Kuchen oder eine kleine Brotzeit bekommen, erklärt Franke. „Wir haben eine wunderschöne Gegend mit tollen Wanderwegen“, sagt er. Da sei eine Einkehrmöglichkeit ein tolles Angebot. Inwiefern der Verein das Backhaus bewirtschaften wird und auch darf, müsse aber noch abschließend geklärt werden. Eine Besonderheit steht schon fest: „Wenn der Schornstein leuchtet, haben wir geöffnet“, sagt Hoberock. Denn dort haben sie eine bunte Beleuchtung installier, die man von der Straße aus gut sehen kann.

19 Mitglieder hat der Verein bereits. In Eigenleistung und Selbstfinanzierung haben sie zum Beispiel die Abriss- und Aufräumarbeiten geleistet, haben die Wände im Innenraum vertäfelt, den Vorplatz gepflastert und die Grünanlage gestaltet. Im Zuge der Dorferneuerung flossen zudem rund 40 000 Euro an Zuschüssen vom Land in den neuen Anbau samt Dach und Fachwerk, die Toiletten und Wasseranschlüsse. „Bei diesen Dingen haben wir teilweise Hilfe von entsprechenden Firmen gebraucht“, fügt Rietze hinzu. 2017 wurden die Pläne für den Umbau gemacht, Ende 2018 begannen die ersten Arbeiten. Ein bisschen was gibt es aber noch zu tun, zum Beispiel im Außenbereich. Zudem soll möglichst noch ein WLAN-Hot-Spot entstehen. „Wir hoffen, bald eine große Einweihungssause machen zu können“, sagt Rüdiger Rietze. (Von Jessica Sippel)

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