Grundschüler pflanzen Krokusse im Botanischen Garten

„Der Park gehört uns allen“: Grundschüler pflanzen Krokusse im Botanischen Garten

Das sind keine Maulwurfhügel: Grundschüler legen jeweils zehn Blumenzwiebeln in eins der Löcher.
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Das sind keine Maulwurfhügel: Grundschüler legen jeweils zehn Blumenzwiebeln in eins der Löcher.

Reges Treiben, bald blüht es bunt: Fleißige Grundschüler haben in dieser Woche Krokusse im Botanischen Garten in Eschwege gepflanzt.

Eschwege – Passanten konnten diese Woche ein wuseliges Treiben im Botanischen Garten beobachten. Denn hier pflanzten an mehreren Tagen Grundschüler der Alexander-von-Humboldt-Schule Blumenzwiebeln ein – insgesamt fanden so 3000 botanische Krokusse ein neues Zuhause.

Organisiert wurde die Aktion von Petra Strauß. Als Vorsitzende des Förderkreises Botanischer Garten Eschwege e.V. begleitet sie schon seit mehreren Jahren ähnliche Projekte mit Grundschulen. „Es begeistert mich immer wieder, wie neugierig die Kinder sind und was sie alles bei der Gartenarbeit so finden“, berichtet Strauß und wird gleich darauf mit Regenwürmern und diversen ausgebuddelten Blumenzwiebeln, die auf ausgestreckten Kinderhänden ruhen, konfrontiert. Die auf jeden Fund folgenden Fragen beantworten Strauß und ihre Vereinsmitglieder routiniert mit viel Wissen rund um Flora und Fauna des Eschweger Stadtgartens. Das kommt bei den kleinen Nachwuchsgärtnern gut an und so wird aus der Pflanzaktion ein reger Austausch, genauso wie es sich Strauß wünscht.

„Wenn wir die Kinder fragen, wem der Park denn eigentlich gehöre, dann sagen sie erst ,Dir!’ gefolgt von ,Dem Bürgermeister!’. Er gehört aber uns allen. Wir tragen alle Verantwortung für ihn. Und genau das wollen wir den Kindern bei diesen Aktionen mitgeben“, so Strauß weiter. Am Freitag sind wieder Schüler im Park unterwegs. Diesmal wird Laub eingesammelt. Allerdings landet es nicht auf der Deponie, sondern soll aufgehäuft als Winterquartier für Insekten dienen.

Damit werden vor allem die ansässigen Vögel unterstützt, die in den Laubhügeln Nahrung finden sollen. Auch die Krokusse haben eine längerfristige Wirkung: „Wenn alles gut geht, dann werden die Krokusse über viele Jahre hinweg immer wieder auf´s Neue im Frühjahr erblühen. Die Kinder können dann jedes Mal sagen, ,Guck, das waren wir’“, berichtet Petra Strauß, deren Förderkreis fortlaufend Projekte im Botanischen Garten umsetzt, so wurden auch in 2021 wieder mehrere neue Bäume gepflanzt.  ulk

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