Klinikum Werrra-Meißner

Der Regisseur räumt seinen Stuhl: OP-Manager Dieter Wolf geht in den Ruhestand

Der Eschweger Dieter Wolf geht Ende des Monats am Klinikum Werra-Meißner in den Ruhestand.
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Der Eschweger Dieter Wolf geht Ende des Monats am Klinikum Werra-Meißner in den Ruhestand.

Ende Mai wird der 65-jährige Eschweger Dieter Wolf am Klinikum Werra-Meißner in den Ruhestand verabschiedet. Wir stellen den „Regisseur“ vor.

Eschwege – 29 Jahre OP-Leitung, 39 Jahre im Unternehmen, umgerechnet fünfeinhalb Jahre des eigenen Lebens im Bereitschaftsdienst und über 200 Anrufe am Tag – die Zahlen zeigen, wie verbunden Dieter Wolf mit dem Klinikum Werra-Meißner ist. Ende Mai wird der 65-jährige Eschweger in den Ruhestand verabschiedet. Oder wie er sagt: „Ich muss in Rente gehen.“

Denn sein Herz hängt schon an seinem Job als OP-Manager, Leitender OP-Fachpfleger und Abteilungsleiter Anästhesie. „Mir wird das fehlen, vor allem der Kontakt mit den vielen Kollegen aus allen Abteilungen/Berufsgruppen sowie auch mit den Patienten.“

Die Berufsbezeichnung OP-Manager (oder Regie, wie scherzhaft auf seinem Bürostuhl steht) findet Dieter Wolf, der unter Kollegen stets Wert aufs „Du“ gelegt hat, recht passend.

Denn seinen Arbeitsalltag bestimmt vor allem die Organisationsarbeit: die zeitliche Planung der Operationen in den vier Sälen am Standort Eschwege, die Einteilung des Personals aus OP- und Anästhesie-Pflege, die Absprache mit Ärzten, die Material-Bereitstellung und nicht zuletzt das Einflechten von Notfällen in den dicht getakteten Tagesablauf.

„Dafür ist wichtig, dass einer vorweg geht und das Ganze plant. Ich habe immer gesagt, wenn das Fass hier überzulaufen droht, soll man mich auch in meiner Freizeit gerne anrufen – selbst nachts um 3 Uhr“, so Wolf.

Der Vorteil für ihn: Durch die Einsatzbereitschaft seines 30-köpfigen Pflege-Teams hatte er nie große Probleme, Dienste einzuteilen oder auch kurzfristig bei Krankheitsfällen umzudisponieren.

„Wir sind eine tolle Truppe“, betont der 65-Jährige. Denn natürlich gehören auch viele Nacht-, Wochenend-, Feiertags- und Bereitschaftsdienste (24 Stunden am Stück) zum Beruf in der OP- oder Anästhesiepflege. Dieter Wolf dazu: „Ich habe hier acht oder neun Heiligabende verbracht. Und ich sage ganz ehrlich: Das waren die Schönsten überhaupt.“

Wenn der zum zweiten Mal verheiratete Vater eines erwachsenen Kindes Ende Mai in den Ruhestand geht, kann er seine Abteilung guten Gewissens übergeben. Denn mit Claudia Eichholz wurde eine Nachfolgerin gefunden, die schon jahrelang als Wolfs Stellvertreterin gearbeitet hat. „Sie wird das sehr gut machen, da bin ich mir sicher. Es wird auch Neuerungen geben, was immer auch etwas Positives ist“, sagt Wolf.

Er will seine Freizeit vor allem mit Fahrrad- und Motorrad-Ausflügen sowie Arbeiten im Garten und an dem vor fünf Jahren gebauten Haus – das direkt neben dem Helikopter-Landeplatz des Klinikums und in Sichtweite liegt – verbringen. So ganz aus dem Blick wird es das Klinikum also nie verlieren.

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