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Dorfgemeinschaftshaus Altefeld wird zur Arztpraxis: Arbeiten liegen voll im Plan

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Von: Emily Spanel

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Nicht wiederzuerkennen: Der Innenraum des DGHs Altefeld. Der Fußboden wurde komplett abgetragen; der Einzug neuer Balken gibt dem Dach Sicherheit und Stabilität.
Nicht wiederzuerkennen: Der Innenraum des DGHs Altefeld. Der Fußboden wurde komplett abgetragen; der Einzug neuer Balken gibt dem Dach Sicherheit und Stabilität. © Torsten Pross

Altefeld – Das Dorfgemeinschaftshaus in Altefeld wird Schritt für Schritt zu einer hochmodernen Arztpraxis umgebaut. Ende des Jahres will Ärztin Astrid Menzer mit ihrem Team einziehen. Bislang liegen die Arbeiten sehr gut im Zeitplan.

Astrid Menzer ist bester Dinge. „Das wird großartig“, sagt die Fachärztin für Herzchirurgie und Innere Medizin. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Peter Niemann steht sie auf einem Fußboden-Provisorium und blickt auf die Baustelle, in die sich das Innere des Dorfgemeinschaftshauses in Altefeld verwandelt hat. Das marode Parkett wurde in den vergangenen Tagen vollständig herausgenommen; die Unterkonstruktion war im Laufe der Jahrzehnte zu feinem Sand zerbröselt. Handwerker, allesamt aus der Region, sind nun dabei, eine schwere Füllschicht aufzubringen. Ein stabiler Fußboden entsteht, der – läuft alles weiterhin nach Plan – zum Ende des Jahres die Patienten trägt, welche die Arztpraxis Menzer im ehemaligen Dorfgemeinschaftshaus Altefeld aufsuchen. Hochmodern und barrierefrei sollen die Räumlichkeiten werden – vom Eingangsbereich über die Rezeption bis hin zu den vier Behandlungsräumen samt Labor. „An Ausstattung und Opulenz wird sich die Arztpraxis Altefeld hinter keiner Großstadtpraxis verstecken müssen“, ist Astrid Menzer überzeugt. „Das Land lebt!“.

Erwartbare Risiken

Dabei ist ein Haus zu bauen eine Sache, eines zu erhalten und zu ertüchtigen eine ganz andere. In altem Gemäuer schlummert so manche unliebsame Überraschung. Doch: „Das Haus ist gut zu uns“, sagt Peter Niemann. Feuchte Wände, bröckeliger Putz, veraltete Haus- und Sanitärtechnik – bislang alles erwartbare und einkalkulierte Risiken.

Für Peter Niemann ist das Altefelder Bauprojekt nicht das erste dieser Größenordnung. Mit einer gewissen Routine und Kennerblick überwacht er den Spagat aus Erneuerung und Erhalt von Bausubstanz. „Am Ende soll so viel Dorfgemeinschaftshaus wie möglich übrig bleiben“, sagt er. Die fein gearbeiteten, stilprägenden Eingangstüren beispielsweise verbleiben, werden aber natürlich aufgearbeitet.

Die Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung, Herleshausens Bürgermeister Lars Böckmann, dem Bauhof und dem Ortsbeirat Altefeld sei hervorragend und klappe reibungslos, sagen Astrid Menzer und Peter Niemann, die als Pächter auftreten. Wie groß der Bedarf der Menschen in der Region nach einer Hausärztin ist, zeigt die Bewertung der Kassenärztlichen Vereinigung: „Für eine Praxisneugründung ist der Zulauf ein ungewöhnlich starker.“ Und dass, obwohl Astrid Menzer noch nicht einmal das volle Raumpotenzial ausgeschöpft hat.

Weitere Informationen: https://www.arzt-altefeld.de/

Von Emily Hartmann

Raketenstart: Astrid Menzer (Zweite von rechts) und ihr Team (von links) Nadine Fischer, Nicole Müller und Verena Beutel haben sich in kürzester Zeit einen großen Patientenstamm aufgebaut. Aktuell praktizieren sie in speziellen Containern vor dem DGH
Raketenstart: Astrid Menzer (Zweite von rechts) und ihr Team (von links) Nadine Fischer, Nicole Müller und Verena Beutel haben sich in kürzester Zeit einen großen Patientenstamm aufgebaut. Aktuell praktizieren sie in speziellen Containern vor dem DGH © Torsten Pross
Blick aus dem Fenster: Das alte DGH-Mobiliar inklusive Piano wurde herausgeräumt.
Blick aus dem Fenster: Das alte DGH-Mobiliar inklusive Piano wurde herausgeräumt. © Torsten Pross

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